Zwischen Neckar und Alb

Landkreis erwartet keinen Müll-Notstand

Die Müllabfuhr im Landkreis Esslingen ist trotz der vorübergehenden Stillegung des Müllheizkraftwerks in Stuttgart-Münster nicht in Gefahr. Davon geht die Kreisverwaltung zur Stunde aus.

Stuttgart. Die EnBW hat offenbar bereits am Dienstag vergangener Woche die Müllverbrennungsanlage in Münster wegen zu hoher Quecksilberwerte abgeschaltet. Grund ist die Anlieferung von verunreinigtem Müll. Der Konzern hat inzwischen Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Warum die Öffentlichkeit davon erst gestern erfuhr, darüber hüllt sich das Unternehmen bisher in Schweigen. Unklar ist auch, wann die Anlage wieder anlaufen kann.

In dem Stuttgarter Müllofen werden auch die Abfälle aus dem Kreis Esslingen verbrannt. Am Dienstag dieser Woche wurde der Esslinger Abfallwirtschaftsbetrieb von der EnBW informiert. Demnach wird für die Reinigung der Anlage ein Zeitraum von zwei Wochen veranschlagt. Esslingens Landrat Heinz Eininger geht davon aus, dass der Vorfall keine Auswirkungen auf die Müllabfuhr im Kreis hat. Die EnBW sei vertraglich verpflichtet, die Ersatzentsorgung sicher zu stellen, sagte Eininger gestern im Kreistag. Das Unternehmen hat inzwischen versichert, dass genügend Kapazitäten an anderen Standorten zur Verfügung stünden. Der Fall wird derzeit vom Regierungspräsidium in Stuttgart als Aufsichtsbehörde untersucht.


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