Zwischen Neckar und Alb

Langzeitarbeitslosigkeit im Kreis sinkt

Arbeitslosenquote im Landkreis Esslingen liegt im Juni saisonbedingt bei 3,4 Prozent

Die Arbeitslosigkeit im Juni ist leicht gesunken: Die Arbeitslosenquote im Kreis Esslingen liegt jetzt bei 3,4 Prozent. Der Rückgang ist saisonbedingt.

Kreis Esslingen. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zur Jahresmitte ist saisonal üblich. Besonders erfreulich ist, dass deutlich weniger Menschen langzeitarbeitslos sind als letztes Jahr. Der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit ist ein wichtiger Schwerpunkt in unserer Arbeit. Zum einen setzen wir auf Prävention, damit Langzeitarbeitslosigkeit möglichst nicht eintritt. Wenn doch, arbeiten Arbeitsagentur und Jobcenter intensiv mit den Kunden daran, sie zu beenden“, sagt Wilfried Hüntelmann, Leiter der Göppinger Arbeitsagentur. Langzeitarbeitslos ist, wer ein Jahr oder länger ohne Arbeit ist. Der Rückgang bei diesem Personenkreis ist im Agenturbezirk Göppingen mit minus 5,1 Prozent höher als im Schnitt in Baden-Württemberg, der bei minus 3,7 Prozent lag. Der Agenturbezirk umfasst die Jobcenter der Kreise Esslingen und Göppingen.

Anzeige

Verglichen mit Juni 2015 waren in den Jobcentern der Kreise Esslingen und Göppingen 592 Menschen (plus 6,7 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet, weil zunehmend Flüchtlinge, insbesondere unter 25 Jahren, nach ihrer Anerkennung durch die Jobcenter betreut werden.

Beim Jobcenter des Landkreises Esslingen mit den Standorten in Esslingen, Kirchheim, Leinfelden-­Ech­terdingen und Nürtingen hat die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent abgenommen und lag nun bei 6 381 Arbeitslosen. Das waren 6,4 Prozent mehr als im Juni 2015. Im Raum Kirchheim waren 1851 Menschen arbeitslos. das entspricht 3,3 Prozent.

Im Agenturbezirk waren im Juni 294 Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos gemeldet; das waren 26 Personen oder 9,7 Prozent mehr als vor einem Monat, aber 104 oder 54,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Bei den jungen Menschen unter 25 Jahren waren es 1 445 Arbeitslose, 9 oder 0,6 Prozent mehr als im Vormonat, und 344 oder 31,2 Prozent mehr als im Juni 2015. Der deutliche Anstieg ist insbesondere auf junge Flüchtlinge zurückzuführen, die nach ihrer Anerkennung in den Jobcentern betreut werden.

Die Zahl der 50-jährigen und älteren Arbeitslosen hat im Vergleich zum Mai um 78 oder 1,5 Prozent auf 5 221 Personen abgenommen. Das sind 124 Personen oder 2,4 Prozent mehr als im Juni 2015.

4 304 Menschen waren im Juni seit mindestens einem Jahr bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet und galten damit als langzeitarbeitslos. Das waren 6 Personen (minus 0,1 Prozent) weniger als im Vormonat, und 233 (minus 5,1 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

Die Zahl der arbeitslosen schwer behinderten Menschen nahm von Mai auf Juni um 6 oder 0,6 Prozent auf 976 Personen zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 63 schwer behinderte Menschen weniger arbeitslos gemeldet (minus 6,1 Prozent).

Die Arbeitslosenquote, die auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen berechnet wird, lag im Juni im Bezirk der Agentur für Arbeit wie im Vormonat bei 3,6 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent).

Im Landkreis Esslingen betrug sie 3,4 Prozent (Esslingen: 3,7 Prozent, Kirchheim: 3,3 Prozent, Leinfel­den-Echterdingen: 2,7 Prozent und Nürtingen: 3,3 Prozent). Im Juni 2015 betrug sie 3,3 Prozent.

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Im Juni waren 9 064 ungeförderte Stellen – also freie Arbeitsplätze, die ohne Einbeziehung geförderter Stellen wie Arbeitsgelegenheiten nach dem Sozialgesetzbuch II angeboten werden – beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der Jobcenter zur Besetzung gemeldet. Das waren 273 (plus 3,1 Prozent) mehr als im Vormonat und 453 (plus 5,3 Prozent) mehr als im Vorjahr.

Auch die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen ist im letzten Monat gestiegen: Insgesamt wurden 2 749 Stellen neu gemeldet. Das waren 198 (plus 7,8 Prozent) mehr als im Mai, aber 97 (minus 3,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

Mit Blick auf das Vorjahr ist in fast allen Branchen ein Beschäftigungsaufbau festzustellen. Die stärksten Beschäftigungszuwächse fanden in der Metall- und Elektroindustrie statt.pm