Zwischen Neckar und Alb

Modellbahnfreunde müssen warten

Museum Die neue Erlebniswelt „Märklineum“ kann dieses Jahr nicht eröffnet werden, sondern erst im Mai 2020. Die bevorstehenden Märklin-Tage finden unter anderem in der Göppinger EWS-Arena statt. Von Dirk Hülser

Das „Märklineum“ in Göppingen steht wohl erst ab Mai 2020 Modellbahnfreunden offen. Foto: Giacinto Carlucci
Das „Märklineum“ in Göppingen steht wohl erst ab Mai 2020 Modellbahnfreunden offen. Foto: Giacinto Carlucci

Schlechte Nachrichten für Eisenbahnfreunde: Sie können sobald noch nicht mit der Eröffnung der Märklin-Erlebniswelt „Märklineum“ rechnen, schon gar nicht zu den Märklin-Tagen und der Internationalen Modellbahn-Ausstellung (IMA), die vom 13. bis 15. September stattfinden. Momentan rechnen die Verantwortlichen des Göppinger Traditionsunternehmens damit, dass sich die Tore des neuen Museums erst im Mai 2020 erstmals öffnen werden.

Märklin-Shop exisitiert schon

Immerhin: Bereits im August vergangenen Jahres ist ein Teil des Märklineums - ein Märklin-Shop - eröffnet worden. Er befindet sich im Gebäude eines früheren Dialysezentrums neben dem Märklin-Stammwerk an der Stuttgarter Straße in Göppingen Richtung Uhingen.

Doch der Plan, das Märklineum noch in diesem Jahr komplett zu eröffnen, ist nicht aufgegangen: „Die neue Modellbahnanlage und die Ausstellung zur Familiengeschichte öffnen voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2020“, heißt es auf der Märklin-Homepage. Firmensprecher Eric-Michael Peschel bestätigt, dass sich der Eröffnungstermin verschoben hat. Als Grund gibt er die aufwendigen Bauarbeiten für die neue Modellbahnanlage an. Eine Zwischendecke habe herausgerissen werden müssen. „Wir wollen eine Ausstellung schaffen, die einmalig ist“, betont der Sprecher und fügt an: „Da wollen wir nichts übers Knie brechen.“
Zwar ist das Museum in zwei Wochen zur IMA und den Märklin-Tagen noch nicht fertig, dennoch verspricht das Unternehmen den Besuchern schon einen „Blick auf die Anlagen im Märklineum“. Mehr als 140 Aussteller sollen sich demnach an fünf Veranstaltungsorten präsentieren, in der EWS-Arena soll es eine große Ausstellung mit Lehmann-Großbahnen (LGB) im Maßstab 1:22,5 geben. LGB gehört seit dem Jahr 2007 zu Märklin.
Märklintage ab 13. September
Für das Wochenende vom 13. bis 15. September hat das Unternehmen bereits weitere Attraktionen angekündigt: So wird es eine Lokparade am Göppinger Bahnhof geben, und es besteht die Möglichkeit, im Führerstand mitzufahren sowie in historischen Zügen. Die Internationale Modellbahnausstellung und die Märklin-Tage beginnen am Freitag, 13. September, um 9 Uhr und enden am Sonntag, 15. September, um 17 Uhr.

Leckerbissen für Modellbahnfreunde

Raritäten Rund zwölf Millionen Euro investiert Märklin in die neue Erlebniswelt „Märklineum“. Einen Teil übernimmt die von der Kreissparkasse gegründete Märklin-Stiftung. Unter anderem sollen die bislang im legendären Turmzimmer des Firmengebäudes eingelagerten Raritäten einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden.

Gebirgsbahn Auf einer Grundfläche von insgesamt 300 Quadratmetern wird eine Gebirgsbahn im Maßstab 1:87 (H0) aufgebaut und die Herzen der Fans höher schlagen lassen. Außerdem hat einer der bedeutendsten Märklin-Sammler aus Belgien zugesagt, Teile seiner Privatsammlung als Leihgabe ausstellen zu lassen.

Hingucker Ergänzt wird das Museum durch eine Empfangshalle für Besucher, Schulungsräume, ein Servicecenter, eine Fundgrube und ein Bistro. Als Hingucker hat Märklin im September 2018 eine Dampflok der Baureihe 44 aus dem Jahr 1942 in den Innenhof bringen lassen, der Schwertransport lockte damals Tausende Schaulustige an. nwz

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