Zwischen Neckar und Alb

Modellbaufans schwelgen im siebten Himmel

Museum Das Märklineum hat nach langem Warten endlich geöffnet. Es lädt die Besucher ein, in eine neue Welt einzutauchen, und nimmt sie mit auf eine Reise in die Historie von Märklin. Von Cara Döhlemann

Museumsleiter Uwe Müller präsentiert die Modellbauten der Lüfte. Fotos: Jean-Luc Jacques

Leuchtende Augen, höher schlagende Herzen und ein überwältigendes Gefühl: Das Märklineum in Göppingen katapultiert Modellbaufans in den siebten Himmel. Seit dem 18. Juni stehen die Türen des Firmenmuseums von Märklin für Besucher offen. Es hat mehr als vier Jahre gedauert, bis dieser Moment Wirklichkeit wurde. Durch die Corona-Pandemie musste die Eröffnung immer wieder verschoben werden. Doch das Warten auf die Zeitreise in eine 160 Jahre andauernde Firmenentwicklung hat sich gelohnt. Das Märklineum lädt dazu ein, in die Welt der Dampflok einzutauchen. Nicht nur Modelleisenbahnfans, sondern auch Familien, Rentner oder Touristen bekommen fesselnde Einblicke in die Geschichte des Unternehmens. Alles fing 1859 mit der kleinen Fabrik für Blechspielwaren in Göppingen an. Heute gehört Märklin zu den weltweit bekanntesten Produzenten der Metallspielzeug-Branche.

Ein wichtiger Teil des Märklineums ist die Ausstellung „Saga und Mythos“. Sie beschäftigt sich mit der Vergangenheit der Marke Märklin. Die Besucher bekommen das Zusammenspiel zwischen alt und neu hautnah zu spüren: Das Museum zeigt die ältesten Modelle, inszeniert mit modernster Medientechnik. Es enthält alles, womit Göppingen die Kinderzimmer dieser Welt beliefert hat. Von der frühen Blechspielküche über Passagierdampfer aus Blech bis hin zu den beliebten Märklin-Metallbaukästen ist alles dabei.

 

Ein Zug ist immer in Bewegung. Diese Dynamik spiegelt Märklin wider.“
Museumsleiter Uwe Müller

 

„Eine absolute Attraktion der Ausstellung ist das freigestellte Schiffsmodell. Es wird dargestellt, als drehe es im tiefblauen Meer seine Runden“, erklärt Museumsleiter Uwe Müller. Natürlich dürfen die weltbekannten Lokomotiven von Märklin nicht fehlen, und so findet auch das „Wappentier“ seinen Platz im Museum. Das sogenannte „Krokodil“ ist die zweitgrößte Dampflok von Märklin. Durch kreative Computeranimationen wird das aufwendige technische Innenleben der Modelle erklärt.

Das Museum blickt auch über den Tellerrand hinaus und hat eine Sonderausstellung mit dem Plüschtierunternehmen „Steiff“ eingerichtet. Mit ihm hat Märklin schon viele Projekte umgesetzt. „Märklin-Bahnen sind mit der Zeit gegangen und verbinden Generationen. Diese ständige Entwicklung und Lebendigkeit spiegelt sich im Museum wider“, beschreibt Uwe Müller.

Das Highlight des Märklineums stellt die über 200 Quadratmeter große Modellbahnanlage im Maßstab 1:87 dar. Sie ist über zwei Ebenen zugänglich und erstreckt sich über vier Epochen hinweg. Die Anlage steht im ständigen Wandel und wird nie den Zeitpunkt der Fertigstellung erreichen. Mitarbeiter der Firma sind täglich mit dem Bau der Modellbahnanlage beschäftigt. „Hobbymodellbauer sollen hier die Möglichkeit haben, sich inspirieren zu lassen und bei Fragen Antworten zu finden“, erklärt Eric-Michael Peschel, Leiter des Eventmarketings im Unternehmen. Die realitätsgetreue Anlage stellt die schwäbische Idylle dar und ist mit raffinierten Spielereien ausgeschmückt. Durch Sehenswürdigkeiten aus der Region, wie dem Blautopf, dem Stuttgarter Talkessel oder der Wilhelma, wird ein gewisses Heimatgefühl vermittelt. „Jedermann soll sich an irgendeiner Stelle in der Anlage wiederfinden“, betont Eric-Michael Peschel.

Auf jeder Museumsetage gibt es eine Spielecke, sodass auch die Kleinsten voll auf ihre Kosten kommen. Außerdem können sich Besucher Multimedia-Guides ausleihen. Einen schönen Abschluss des Museumbesuches stellt der Märklin-Store dar. Er gleicht durch die Stahlkonstruktionen einem Lokschuppen und lädt zum Stöbern ein. „Hier können Hobbymodellbauer auch die Märklin-Servicestation nutzen“, erläutert Uwe Müller. Nach einer Besichtigung bietet es sich noch an, den Tag im Bistro ausklingen zu lassen und die gesammelten Eindrücke bei einem kleinen Snack auf sich wirken zu lassen.

 

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