Zwischen Neckar und Alb

Museum ist Gedächtnis des Landkreises

Bilanz Landrat Eininger lobt Erinnerungskultur im Freilichtmuseum. Rund 71 000 Besucher waren dieses Jahr zu Gast.

Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques

Beuren. Das Freilichtmuseum hat die Pforten für die Öffentlichkeit geschlossen. Über die Wintermonate werden die Museumshäuser repariert und instand gehalten. Die Museumsmitarbeiter machen bis zur Wiedereröffnung am 25. März keinen Urlaub, sondern gehen in die kreative Phase der Ideenfindung. Mit einer Dankesveranstaltung in der Beurener Kelter wurde nun ihre Leistung in der vergangenen Saison anerkannt.

Landrat Heinz Eininger lobte die Attraktivität des Museumsdorfes in Beuren. Immer wieder habe es besondere Momente auf dem Gelände am Albtrauf gegeben. „Das Museum trotzte in diesem Jahr oft dem Wetter.“ Er freute sich aber über die Förderung und Unterstützung, nicht zuletzt über die langjährige Unterstützung durch die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen. Jedoch sei nicht nur die materielle Förderung ausschlaggebend für die vielen Veranstaltungen, sondern auch die emsigen Mitglieder des Fördervereins. Sie sorgten unter der Leitung von Hans Weil dafür, dass neben den Führungen über 100 Veranstaltungen im Freilichtmuseum durchgeführt werden konnten.

Der Landrat sieht das Museum als „das Gedächtnis des Landkreises.“ Er findet es wichtig, dass die Geschichte des früheren Lebens für die Nachwelt erhalten bleibt. „Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, die Gegenwart gestalten und in die Zukunft investieren.“ Er brachte auch den Spaßfaktor aufs Tapet. „Das Freilichtmuseum ermöglicht das spielerische Kennenlernen der Vergangenheit.“

Er zeigte sich stolz, dass der Förderverein regelmäßig an Zuspruch gewinnt. „Mittlerweile hat der Verein über 870 Mitglieder, vor allem junge Familien verhindern die Überalterung.“ Er betonte, dass Ehrenamt kein Allgemeingut ist. Es sei niemals als selbstverständlich zu betrachten.

Heinz Eininger spricht vom Museum als einer demokratischen Institution. Das zeige auch das große Interesse daran. Längst ist das Museumsdorf über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Es waren dieses Jahr rund 71 000 Besucher zu Gast, es gab 810 Buchungen und knapp 20 000 Besucher waren bei Führungen dabei. „Die Region am Albtrauf gewinnt immer mehr an Bedeutung für das Land“, sagt Eininger. Thomas Krytzner

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