Zwischen Neckar und Alb

Nach dem Brand schwelt der Konflikt

Reaktionen Nürtingens OB Johannes Fridrich kontert im Internet die Vorwürfe des Deutschen Mieterbunds. Dessen Vorsitzender zeigt sich enttäuscht. Von Matthäus Klemke

Ein Bild der Verwüstung: Das Haus in der Nürtinger Schafstraße ist seit dem Brand vor drei Wochen unbewohnbar. Foto: Jürgen Holz
Ein Bild der Verwüstung: Das Haus in der Nürtinger Schafstraße ist seit dem Brand vor drei Wochen unbewohnbar. Foto: Jürgen Holzwarth

Die Brände in der Nürtinger Schafstraße, bei denen am 1. November zwei Menschen ums Leben gekommen waren, hätten womöglich verhindert werden können - heißt es in einem Brief des Deutschen Mieterbundes (DMB) Esslingen-Göppingen ...

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Kommunen sollen mehr kontrollieren können

Die Forderung des Deutschen Mieterbundes (DMB) nach einem Wohnraumaufsichtsgesetz bekommt durch die Brände in Nürtingen neues Gewicht. Damit hätten Kommunen mehr Möglichkeiten, Wohnungen zu kontrollieren, argumentiert Udo Casper, Vorsitzender des DMB Esslingen-Göppingen.

Die Kritik des CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Hennrich, ein solches Gesetz stelle einen zu großen Eingriff in die Privatsphäre dar, sei laut Casper unbegründet: „Es geht nicht darum, jede Wohnung zu kontrollieren, sondern diejenigen, in denen es Hinweise auf Mängel gibt.“

Auch Regina Birner, SPD-Landtagskandidatin im Wahlkreis Nürtingen, kontert die Kritik von Hennrich. Ein solches Gesetz sei kein „Freifahrschein“ für eine Beschränkung des Eigentums, auch wenn Hennrich das so darstellt. Birner zieht außerdem den Landkreis und das Jobcenter in die Verantwortung: „Beide müssen bei der Wohngeldbemessung den Wahrheitsgehalt der eingereichten Mietverträge überprüfen und bei falschen Angaben gegen den Vermieter vorgehen können.“ mk