Zwischen Neckar und Alb

Nach dem Brand schwelt der Konflikt

Reaktionen Nürtingens OB Johannes Fridrich kontert im Internet die Vorwürfe des Deutschen Mieterbunds. Dessen Vorsitzender zeigt sich enttäuscht. Von Matthäus Klemke

Ein Bild der Verwüstung: Das Haus in der Nürtinger Schafstraße ist seit dem Brand vor drei Wochen unbewohnbar. Foto: Jürgen Holz
Ein Bild der Verwüstung: Das Haus in der Nürtinger Schafstraße ist seit dem Brand vor drei Wochen unbewohnbar. Foto: Jürgen Holzwarth

Die Brände in der Nürtinger Schafstraße, bei denen am 1. November zwei Menschen ums Leben gekommen waren, hätten womöglich verhindert werden können - heißt es in einem Brief des Deutschen Mieterbundes (DMB) Esslingen-Göppingen an den Nürtinger Oberbürgermeister Johannes Fridrich. Es sei unverständlich, warum die Stadt Nürtingen trotz Hinweisen auf Überbelegung, Mängel des Brandschutzes, defekte Elektroinstallationen, Ungezieferbefall und Vermüllung nicht tätig wurde, so die Vorwürfe des DMB-Vorsitzenden ...

odU peCsr.a hiusan eebg es eiiwHens fau erwiete ni ni neend utlaekl hnecsneM nuert blnee iew in edn ognWuhenn in edr

nceeelykS1cg(or'l '-tfrer,S tnatote e,tru ih{'"d"tw: 0g0:ht3h",ie" ,520 di":onminse" 3[0[,0 5]]02, i"b:lm"eo }')e f Bs;aOl ridicrhF tah nnu enine enffeno iefBr an odU psaerC und den deiMbretnu afu okFcoeab iDanr teeatpbhu dirF,cihr dei iKtrki des eninztVsdeor sei eEsrnst sie dei rdruhanceaBs nhco ermim cinht bO se Bmearelndrd bg,a ohnc e.erwdn lfehne mnie,deman wir lslonte eid edr iPlioze os dh.crriiF

nwseteiZ sie es shcisuijrt oatmeiphbclsr ndu ine iewt sitpihp,soulc sau eitienbdnreMhce udn vmo shecol gaeridnveern eggne dei attdS uz beerhne, eid ja eien lhane.gene hIc annk enInh dhera nur leeemfph,n eseid in erinek seWei tmi santcaThe uneettenrgl zu tbrhicse .AchcFd riuhir red ,urworVf das rdmtnOsunga hettä ied in edr 2 dun 4 ithnc hrFrc.dii iInrmemh enelgi edr attSd nieke eoaoInnminftr uz hoeh tMniee ni ned rIn. vo eniems ifreB zethi red BO umedz dne ureeMbntid blstse in die ournrtgetwVna. iLenge dme MDB eisHenwi ebür ni vo,r ni nedne mZirme uz rneseiP eirtmetve drenwe und in nnede ide dishtGeenu ndu hhicteSier rde ewenBhro idsn, anm shic an ied Satdt dnenew sa„W hcmi dnies nwudr,et ist, dssa Sei shci rov emd Bnrda ien bei dre edro irm mit Inrhe unoetbhnaBegc mtegedel edro den alhaeSrchvt ggaiztene ahnb,✀e so rdirchiF na apsCre. etäht mihc ehsr fueet,gr wenn eSi hsci rde eodr rim nlieam mi tusaaRh lttrevolsge ne.ttäh Dann riw ella nhTmee ni huRe rnecpshe atentssdSet ise ide nKfnamkateutaoh ensege.w nnak irm hcint rt,lveolsne sads srdiee tlSi ndu eesdi rtA im etnrsseeI red iieMnrgdtlinene dnu gtilrdeiMe des hsnceDute eMenerduitbs ichesrbt icrrdiF.h

ndu arpCse rtgereia fau dFirsrihc snlniueEasng ahbt.ürsecr neD na hni eitecghernt Biref abhe edr dinrVezDtesMoB- sltebs ein t.hnreela nhhOcseictliff ies sad beciSnher mi reentInt eecrnseihn. iwr ensneru erBfi ha,ben naebh irw ihn dem OB znmuokem ,ssanel mdtai er tiZe aht, adafru uz os aC:pers tzvgreubo rHer ciFrrdih einen edenrna

uhcA mov Itlnah sed Bfserie sit repasC crhSieebn its erwde lhchscai cnoh ehtg se mu die eScha slebs.t Hnrer rcFirihd etgh se run rmuad, end rdiuenebMt und nseien eitdzonnserV rapCes tis tstearnu dsas erd OB ,vcehuser emein erineV edi lMhcstdiu ni dem Fall uz e:nbeg se eien adStt tmi peithucatlnham tcnih hcs,ftaf eirhn udtssaanH uz ,oeolkninrlert wie losl sad ein Vrniee tim cnatehmeerilhn inbeaittrMre mi agmtesen radLnisek afrtg .re

eiD suegasA dc,iFisrrh die adStt haeb eeikn nIennmtroofai ide erd nahc eCprsas gMnneiu als tulgnguEnsdhic tnchi e:telgn ieen Sdatt ieeinwHs fau iWcehtrenume ,tah usms sie dsa lcVielhtei bga es ovr med Bnrda lhoecs nseieiwH nithc, abre jzett tibg se sei.✀

lsA coshn fdimtepen srpeCa asd Argun,tme re mi sRhatua elglirsotv nwreed breeduitMn ath ites sfat 02 earJhn iene telatrnsegesulB in riW anhbe cahu an dme tualzfirnqeiie eligpeiMets ei.tertbteamig rWi nids olas ekein enknbteanu siOgaraninot in rde serCpa mtöhce fua ads cenhebSri des fuecatRshahs rntet.awon sda dirw an nhi ene,gh tim Ztie uz

Kommunen sollen mehr kontrollieren können

Die Forderung des Deutschen Mieterbundes (DMB) nach einem Wohnraumaufsichtsgesetz bekommt durch die Brände in Nürtingen neues Gewicht. Damit hätten Kommunen mehr Möglichkeiten, Wohnungen zu kontrollieren, argumentiert Udo Casper, Vorsitzender des DMB Esslingen-Göppingen.

Die Kritik des CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Hennrich, ein solches Gesetz stelle einen zu großen Eingriff in die Privatsphäre dar, sei laut Casper unbegründet: „Es geht nicht darum, jede Wohnung zu kontrollieren, sondern diejenigen, in denen es Hinweise auf Mängel gibt.“

Auch Regina Birner, SPD-Landtagskandidatin im Wahlkreis Nürtingen, kontert die Kritik von Hennrich. Ein solches Gesetz sei kein „Freifahrschein“ für eine Beschränkung des Eigentums, auch wenn Hennrich das so darstellt. Birner zieht außerdem den Landkreis und das Jobcenter in die Verantwortung: „Beide müssen bei der Wohngeldbemessung den Wahrheitsgehalt der eingereichten Mietverträge überprüfen und bei falschen Angaben gegen den Vermieter vorgehen können.“ mk