Zwischen Neckar und Alb

Nah am Menschen

Hilfsorganisation Am Weltrotkreuztag werden in diesem Jahr die „Vielfalt in Einheit“ und „100 Jahre Deutsches Rotes Kreuz“ gefeiert.

Am Katastrophenschutzzentrum Owen mit allen Teilbereichen des DRK Kreisverbands Nürtingen-Kirchheim. Foto: Markus Brändli
Am Katastrophenschutzzentrum Owen mit allen Teilbereichen des DRK Kreisverbands Nürtingen-Kirchheim. Foto: Markus Brändli

Region. „Vielfalt in Einheit“ heißt das Motto des diesjährigen Weltrotkreuztages, der weltweit am 8. Mai gefeiert wird. Ein Leitsatz, der gut zum DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim und den Menschen passt, die sich hier engagieren. „Bei uns sind Jung und Alt, Menschen aus den verschiedensten Berufen und unterschiedlichster Herkunft engagiert. Gemeinsam haben wir ein Ziel: für Menschen da zu sein, ihnen zu helfen“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Rafael Dölker.

Viele verbinden mit dem Roten Kreuz vor allem Sanitätsdienst, Rettungseinsätze und Blutspenden. „Dabei sind wir in ganz vielen Bereichen für die Menschen da“, ergänzt Klaus Rau vom DRK-Verbund. Das fängt schon bei den Kleinsten an: Für sie gibt es die Kindertagesstätte im DRK-Familienzentrum Nürtingen. Im Jugendrotkreuz lernen die Jungen und Mädchen ab dem Grundschulalter nicht nur Erste Hilfe, sondern engagieren sich in vielen Bereichen wie Umweltschutz oder in sozialen Projekten.

Ein breites Angebot findet auch die ältere Generation. Angeboten werden Fitness für Senioren, Unterstützung mit Hausnotruf oder der Menüservice Essen auf Rädern. Ein beliebter Treffpunkt ist der „DRK-Kaffeeklatsch“, der zurzeit wegen der Corona-Pandemie aber ruhen muss. In den acht DRK-Seniorenzentren sorgen über 250 Ehrenamtliche für das seelische Wohl der Bewohner, indem sie sich Zeit für sie nehmen.

Spezielle Erste-Hilfe-Angebote

Wie man fachgerechte Erste Hilfe leistet, kann man ebenfalls beim DRK lernen. Neben dem Pflichtkurs für Fahranfänger gibt es Angebote für Sportgruppen, Outdoor-Enthusiasten bis hin zum Erste-Hilfe-Kurs für Hundebesitzer.

Nah am Menschen sind die Mitglieder des DRK auch überall da, wo die Menschen in soziale Not geraten. Zu den Hilfsangeboten zählen der Tafelladen und die Kleiderkammer, die DRK-Schuldnerberatung und die Notfallnachsorge. Herzensangelegenheit für die Rotkreuzler sind Projekte wie „Beste Genesung zu Hause“, das Alleinstehende nach einem Krankenhausaufenthalt unterstützt.

Schnelle Hilfe aus der Nachbarschaft ist mit den Helfern vor Ort kaum noch wegzudenken. Die Bergwacht hat schon manchem Wanderer und Gleitschirmflieger in Not aus der Klemme geholfen und die Experten von der Rettungshundestaffel sind immer dann gefragt, wenn Vermisste wieder nach Hause gebracht werden sollen.

Auch in Corona-Zeiten stehen die DRK-Helfer zur Seite. Im ers- ten Pandemiejahr leisteten sie bei 342 Einsätzen knapp 6000 Einsatzstunden, in denen sie beispielsweise Masken bereitstellten, Versorgungspakete auslieferten oder in den Fiebermessstationen, Impfzentren und beim Schnelltesten im Einsatz waren. „Unsere Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig“, motiviert DRK-Kreisbereitschaftsleiter Andreas Schober zur Mitarbeit im DRK. „Jeder wird entsprechend seiner Fähigkeiten eingesetzt, ganz nach dem Motto des diesjährigen Weltrotkreuztages: „Vielfalt in Einheit“. Nicole Mohn

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