Zwischen Neckar und Alb

Neue Heimat für die „Gelbe Wadelbirne“

Erhalt Im Freilichtmuseum in Beuren ist jetzt ein Baum der Streuobstsorte des Jahres eingepflanzt worden.

Beuren. Der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Nürtingen setzte die Tradition der jährlichen Pflanzung eines Exemplars der Streuobstsorte des Jahres im Freilichtmuseum in Beuren fort und stiftete einen Jungbaum der Sorte „Gelbe Wadelbirne“.

Nach der Apfelsorte „Öhringer Blutstreifling“ im Vorjahr wurde 2020 die „Gelbe Wadelbirne“ zur Streuobstsorte des Jahres in Baden-Württemberg ernannt.

Die „Gelbe Wadelbirne“ ist eine sehr alte Sorte, die schon 1390 in der Schweiz erwähnt wird. Ende des 15. Jahrhunderts wurde sie dann in Württemberg beschrieben. Die große flaschenförmige Frucht, die an eine Wade erinnert, eignet sich besonders zum Dörren und zur Herstellung von Most und Destillat. Sie wird auch gerne als Hutzelbirne bezeichnet und in Eduard Mörikes Märchen „Stuttgarter Hutzelmännlein“ beschrieben. Die Sorte bildet große landschaftsprägende Bäume und trägt damit auch zum Charakter des Schwäbischen Streuobstparadieses bei.

Das Freilichtmuseum Beuren ist Erlebnis- und Kompetenzzentrum für alte Sorten. Immerhin stehen auf dem elf Hektar großen Museumsgelände rund 600 Streuobstbäume. pm

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