Zwischen Neckar und Alb

Neuffener Freibad bleibt montags zu

Freizeit Wegen Personalmangels muss das Höhenfreibad einen Tag Zwangspause einlegen.

Kein Spaß: Montags bleibt das Neuffener Freibad bis auf Weiteres geschlossen.Foto:  Jürgen Holzwarth
Kein Spaß: Montags bleibt das Neuffener Freibad bis auf Weiteres geschlossen.Foto: Jürgen Holzwarth

Neuffen. Die Hiobsbotschaft war kein offizieller Punkt auf der Tagesordnung, sondern eine Bekanntgabe von Bürgermeister Matthias Bäcker am Ende der Gemeinderatssitzung: „Das Schwimmbad bleibt künftig montags geschlossen.“ Grund sei ein Personalmangel bei den Bademeistern. Einer der beiden Schwimmmeister falle krankheitsbedingt für den Rest der Saison aus, so der Bürgermeister.

Mit nur einer Fachkraft vor Ort könne keine Betrieb an sieben Tagen in der Woche mehr gewährleistet werden. Denn die beiden Mitarbeiter sorgten nicht nur für die Badeaufsicht, sondern kümmerten sich auch um die Technik des Bades. Es sei dem einzig verbliebenen Bademeister nicht zumutbar - und arbeitsrechtlich auch nicht zulässig -, mit einem Mitarbeiter einen Sieben-Tage-Betrieb aufrechtzuerhalten. Auch die Helfer der DLRG, die die Bademeister bei der Schwimmaufsicht an Wochenenden unterstützen, könnten eine fehlende Fachkraft nicht ersetzen - die Lebensretter seien eine große Hilfe am Beckenrand, aber den Betrieb des Bades könnten sie nicht ersatzweise übernehmen. Die Suche nach einer Vertretungskraft sei erfolglos gewesen - Schwimmmeister seien Mangelware, so der Bürgermeister. Die Situation sei auch eine Gelegenheit, die Art des Betriebs des Freibads zu überdenken, sagte Bürgermeister Bäcker. So solle geprüft werden, ob die Technik künftig von den Neuffener Stadtwerken übernommen werden könne.

Auch die Trägerschaft des Bades müsse diskutiert werden. Auch sei es fraglich, ob die Stadt künftig alleine die Kosten des Höhenfreibads stemmen solle, oder ob beispielsweise ein Förderverein einen Teil des Betriebs übernehmen könne.

Der Betrieb des Bades belastet den Neuffener Haushalt jährlich mit über 220 000 Euro. Das Thema soll im Herbst diskutiert werden.Philip Sandrock

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