Zwischen Neckar und Alb

Nicht im Zeitplan

Baustelle Der Ausbau des Festoknotens bei Berkheim verzögert sich. Wegen des regnerischen Wetters im Spätherbst hinken die Arbeiten etwa sechs Wochen hinter dem Zeitplan her. Von Peter Stotz

foto: roberto bulgrin15. 12. 2017Esslingen, Baustelle Kreuzung bei Festo zwischen Berkheim / Nellingen / Zollberg
Foto: Roberto Bulgrin

Rund 30 000 Fahrzeuge sind täglich auf der Landesstraße 1192 zwischen der Autobahn und Esslingen unterwegs. Der Abschnitt zählt damit zu den am stärksten befahrenen Landesstraßen. Um den Verkehrsfluss in den Stoßzeiten zu verbessern, sollen sämtliche Kreuzungen an der Straße ausgebaut werden. Am sogenannten Drechsler-Knoten am südlichen Ortsrand von Nellingen ist der Ausbau bereits fertiggestellt, ebenso an der Einmündung aus dem Nellinger Gewerbegebiet. Derzeit ist die Kreuzung bei der Firma Festo im Westen von Berkheim an der Reihe.

Seit dem vergangenen April wird an dem 6,8 Millionen Euro teuren Projekt gearbeitet, das mit zusätzlichen Fahr- und Abbiegespuren eine deutliche Erleichterung bringen soll. Der Umbau wird wie schon an den anderen Kreuzungen unter laufendem Verkehr bewältigt. Dies bringt zwar Verkehrsbehinderungen, Staus im Berufsverkehr und zeitweilig auch Umleitungen mit sich, eine Vollsperrung hätte aber den Verkehr in der gesamten Region beeinträchtigt.

Berkheimer werden stark belastet

Das Projekt verzögert sich allerdings gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan um etwa sechs Wochen. Die Arbeiten werden erst im kommenden Dezember abgeschlossen, teilt Desirée Bodesheim, Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart, mit. Grund dafür sei das regnerische Wetter im Spätherbst. „Der Erdbau konnte deshalb nicht wie geplant durchgeführt werden. Die derzeitige Verkehrsführung bleibt dieses Jahr wie gehabt bestehen. Sobald die Asphaltschichten in diesem Bauabschnitt aufgebracht sind, kann die Verkehrsführung umgestellt werden“, erklärt Bodesheim. Dies sei „voraussichtlich Ende Januar“ der Fall.

Die Einmündung an der Straße am Ziegelbrunnen in Berkheim ist stark ramponiert - jetzt kommt auch noch der Umleitungsverkehr hin
Die Einmündung an der Straße am Ziegelbrunnen in Berkheim ist stark ramponiert - jetzt kommt auch noch der Umleitungsverkehr hinzu. Foto: Roberto Bulgrin

Das bezieht sich auf die neue Abbiegespur von der Ruiter Straße in Berkheim zur Aufstiegsstraße in Richtung Neckartal. Konkret bedeutet das auch, dass die Berkheimer noch einige Zeit länger eine erhöhte Belastung ertragen müssen, da der Verkehr in diese Richtung über die Ortsmitte und die Straße Am Ziegelbrunnen umgeleitet wird. Um den Zustand dieser Straße war es bereits bislang nicht sehr gut bestellt. Der zusätzliche Schwerlastverkehr hat jedoch vor allem der Einmündung in die Aufstiegsstraße so böse zugesetzt, dass sie zum akuten Sanierungsfall geworden ist.

Auf Drängen der Berkheimer SPD-Stadträte Richard Kramartschik und Joachim Schmid sowie des Esslinger Landtagsabgeordneten Wolfgang Drexler hat nun das Land eine Sanierung der Einmündung zugesagt. „Derzeit wird die Straße noch als Umleitungsstrecke benötigt. Wir gehen aber davon aus, dass wir ab Februar dort sanieren können, wenn die derzeitige Bauphase am Festoknoten abgeschlossen ist - und wenn das Wetter mitspielt“, berichtet Thomas Feiert, stellvertretender Abteilungsleiter im Tiefbauamt der Stadt Esslingen.

Auch die nächste Bauphase wird mit Einschränkungen verbunden sein. Dann wird die Verbindung zwischen der Kreuzung Nellinger Linde und dem Festo­knoten ausgebaut und für den Individualverkehr gesperrt. Desirée Bodesheim geht davon aus, dass es dadurch „auch im Umfeld Verdrängungsverkehr und entsprechende Verkehrsbehinderungen“ geben wird. Thomas Feiert vermutet, dass deshalb Nellingen etwas mehr Durchgangsverkehr von Esslingen in Richtung Autobahn abbekommen wird. „Aber die Hauptlast wird weiterhin die Aufstiegsstraße tragen“, sagt er.

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