Zwischen Neckar und Alb

Nicht nur im Museum dreht sich alles um die Biene

Weiterbildung „Fachberaterinnen für Bienenprodukte“ setzen jetzt neue Akzente im ländlichen Raum.

Der „Markt der Möglichkeiten“ zeigte das breite Spektrum von Bienenprodukten. Foto: Rudi Fritz
Der „Markt der Möglichkeiten“ zeigte das breite Spektrum von Bienenprodukten. Foto: Rudi Fritz

Beuren. „Fachberaterinnen für Bienenprodukte“ dürfen sich jetzt 35 Damen aus ganz Baden-Württemberg nennen. Im Beurener Freilichtmuseum fand kürzlich die Zertifikatsübergabe und ein „Markt der Möglichkeiten“ statt, bei dem Wissenswertes rund um die Bienenprodukte vermittelt wurde. Die Biene gilt in Europa nach Rind und Schwein als drittwichtigstes Nutztier.

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Das vom Land und der Europäischen Union geförderte Netzwerk Einkommen schaffende Dienstleistungen (NEsD) und der Landfrauenverband Württemberg-Baden verfolgen mit der Qualifizierung von Frauen aus dem ländlichen Raum das Ziel, deren Lebens-, Arbeits- und Einkommenssituation zu verbessern. „Sie setzen neue Akzente im ländlichen Raum, Sie sind nun bereit, Ihre Komfortzone zu verlassen und an Ihren Aufgaben zu wachsen“, sagte die Präsidentin des Landfrauenverbands Württemberg-Baden Marie Luise Linckh zu den 35 frischgebackenen Fachberaterinnen für Bienenprodukte.

Gemeinsam mit der Ministerialrätin aus dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Edelgard Fieß-Heizmann überreichte sie die Zertifikate. Das durch das Bildungs- und Sozialwerk des Landfrauenverbandes und der EU geförderte Projekt gibt es seit 2016, und es haben dabei bisher insgesamt 80 Fachberaterinnen ihre Bienenprodukte-Qualifizierung absolviert.

„Die Ausbildung zur Fachberaterin für Bienenprodukte gibt es in Deutschland exklusiv nur in Baden-Württemberg“, ergänzte Christine Binder, Netzwerkkoordinatorin beim NEsD und Organisatorin der Veranstaltung, die im Öschelbronner Haus und auf dem großzügigen Platz am Eingangsbereich des Beurener Freilichtmuseums stattfand. „Wir versuchen, den Frauen zu vermitteln, dass diese sich mit der Qualifizierung ein eigenes Einkommen aufbauen können.“

Beim Markt der Möglichkeiten nutzten die Museumsbesucher die Gelegenheit, sich von den neu gekürten Fachberaterinnen jede Menge Wissenswertes rund ums Thema Biene und Bienenprodukte vermitteln zu lassen. So konnte man unter anderem auch erfahren, wie sich die Anwendung und Wirkungsweise von Bienenprodukten in der Gesundheitspflege, Kosmetik und Wellness, aber natürlich auch beim Backen und Kochen auswirkt.Rudi Fritz