Zwischen Neckar und Alb

Per Gedankenreise entwickelt sich Schritt für Schritt ein Zeitgefühl

Die Spieleexpertin empfiehlt: „Wir sind die Roboter“

Das Spiel "Wir sind keine Roboter"
Das Spiel "Wir sind keine Roboter"

Spieletipp: Ein Spiel, bei dem es darum geht, die Zeit zu „erfühlen“ - das ist „Wir sind die Roboter“. Die Spieler haben nämlich die Aufgabe, auf einer Karte mit Rennstrecke denjenigen Gegenstand herauszufinden, den der sogenannte Roboterspieler ansteuert - etwa ein Buch. Der Clou an dem Spiel: Es gibt keine Spielfigur, mit der der Roboterspieler sein Ziel markiert. Was ihm aber erlaubt ist: Zwei Mal „Beep“ zu sagen. Mit dem ersten „Beep“ sig­nalisiert er seinen Mitspielern den Start seiner gedanklichen Fahrt auf der Laufstrecke. Mit dem zweiten „Beep“ wird der Endpunkt markiert. Zudem darf der Roboterspieler sagen, ob er die Strecke langsam, normal oder schnell abfährt. Wird es den Mitspielern gelingen, mit diesen Informationen den richtigen Gegenstand zu erraten? Doch auch wenn der Tipp knapp daneben liegt, bekommen die Spieler Punkte, und der Schwierigkeitsgrad lässt sich variieren. So hält sich der Frust in Grenzen. Toll zu sehen ist, dass die Lernkurve steil nach oben geht und sich die Spieler von Karte zu Karte immer besser gegenseitig einschätzen können - obwohl die Rolle des Roboterspielers wechselt. Fazit: „Wir sind die Roboter“ ist schnell erklärt, erfordert allerdings Übung und vermittelt spielerisch ein Gefühl für Zeit. Darüber hinaus wird das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt, wobei das Spiel auch gegeneinander gespielt werden kann. Es steht auf der Nominierungsliste für den Preis „Kinderspiel des Jahres 2020“. Dieser wird kommende Woche am Montag, 15. Juni, verliehen. Text und Foto: tan

„Wir sind die Roboter“ von Reinhard Staupe, erschienen bei Nürnberger-Spielkarten-Verlag. Für zwei bis sechs Spieler ab 5 Jahren, Spieldauer etwa 15 Minuten.


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