Zwischen Neckar und Alb

Richtfest für Albert-Schäffle-Schule

Bildung Der Ersatzbau auf dem Nürtinger Säer liegt im Zeitplan. Der Einzug ist für 2020 geplant.

Landrat Eininger bei seiner Ansprache zum Richtfest der kaufmännischen Albert-Schäffle-Schule.Foto: Jürgen Holzwarth
Landrat Eininger bei seiner Ansprache zum Richtfest der kaufmännischen Albert-Schäffle-Schule.Foto: Jürgen Holzwarth

Nürtingen. Anfang Mai war der erste Baggerbiss für den Neubau der Albert-Schäffle-Schule auf dem Nürtinger Säer. Gestern wurde bereits Richtfest am Rohbau gefeiert. „Der Bau schreitet schneller voran als geplant“, lobte Landrat Heinz Eininger im Beisein von Kreisräten, Vertretern der Stadt, der benachbarten Schulen und Kliniken.

Für Landrat Eininger ist der schnelle Baufortschritt Beleg dafür, dass man sich mit dem sogenannten „Planen und Bauen“ für das richtige Verfahren und mit der Firma Wolff & Müller für den richtigen Vertragspartner entschieden habe. Der Umzug vom alten in das neue Gebäude auf dem Säer ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Einingers Dank galt den Kreisräten für ihre Entscheidung zum Neubau, beim Richtfest vor allem aber den Ingenieuren und Handwerkern für Präzision und Termintreue. Riesige Erdmengen seien bewegt worden, Wände in Fertigteile gestellt, Betondecken geschalt worden. Jetzt sei zu erahnen, wie das L-förmige, dreigeschossige Gebäude inklusive dem mit Tageslicht erhellten Foyer einmal aussehen werde.

Gemeinsam mit der benachbarten Fritz-Ruoff-Schule, die auch Fachräume mitnutzen könne, erziele man Synergien und schaffe einen Campus mit Sportplatz und Sporthalle. Das Gebäude werde technisch innovativ erstellt, sei gemessen an der Energieeinsparverordnung um 37 Prozent effizienter und weitgehend CO2-neutral. Auch die Kühltechnik für den Sommer, basierend auf dem Verdunstungsprinzip, ist energieeffizient.

Der Schulbau wurde notwendig, weil das 45 Jahre alte Bestandsgebäude wegen Brandschutzdefiziten nicht mehr zu vertretbaren Kosten sanierungsfähig war. Für den Ersatzbau investiert der Landkreis rund 28,3 Millionen Euro, davon fördert das Land 5,3 Millionen Euro. „Das ist gut investiertes Geld, ist Bildung doch unsere wichtigste Ressource“, betonte Eininger. Die Stärke der beruflichen Schulen sei ihre Nähe zur Praxis. Der Neubau biete der Jugend gute Perspektiven, gute Ausbildung und stärke damit auch den Landkreis als Wirtschaftsstandort, der nur mit Wissen und Können seiner Arbeitskräfte im internationalen Wettbewerb bestehen könne.

Für Cliff Kürschner, Geschäftsführer der Firma Wolff & Müller, ist das Verfahren „Planen und Bauen“, mit dem sich der Landkreis Kosten- und Terminsicherheit verspricht, auch ideal für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Alle Beteiligten kämen bereits in einer frühen Phase zusammen und könnten sich abstimmen. Denn auch im Zeitalter der Digitalisierung gelte: „Der Mensch macht den Unterschied.“

Die erste Etappe sei geschafft, so Eininger, der weiterhin einen gelingenden und unfallfreien Bauverlauf wünschte. Uwe Gottwald

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