Zwischen Neckar und Alb

Roland Klenk strebt dritte Amtszeit an

OB-Wahl Der 64-Jährige fühlt sich „voller Tatendrang“ und trifft auf breite Zustimmung im Gemeinderat.

Leinfelden-Echterdingen. Er habe den Eindruck, dass in Leinfelden-Echterdingen derzeit Kontinuität und Stabilität gefragt seien. So begründet Roland Klenk sein Vorhaben, eine dritte Amtsperiode als Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt anzustreben. Beim städtischen Neujahrsempfang gab der 64-jährige CDU-Politiker bekannt, dass er sich bei der Wahl im Spätherbst erneut bewerben werde. Bei den Fraktionen im Gemeinderat kann Klenk mit breiter Zustimmung rechnen. Nur in der SPD gibt es vage Überlegungen, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken.

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„Ich will diese Stadt weiter vo­ranbringen“, sagt der OB. „Und ich bin mir sicher, dass ich ihr und den Bürgern noch viele gute Dienste leisten kann.“ Diesen Schritt habe er sich in den vergangenen Wochen wohl überlegt. Zuletzt sei er von vielen Bürgern regelrecht aufgefordert worden, weiter zu machen. Vor allem aus dem Ehrenamt habe er viel Zuspruch erhalten, so Klenk. Das Alter spiele keine Rolle. „Ich fühle mich geistig und körperlich fit für dieses Amt. Außerdem bin ich voller Tatendrang.“ Bei Ministerpräsident Winfried Kretschmann frage man auch nicht nach seinem Alter und der werde im Frühjahr 69. Ob er eine ganze weitere Amtsperiode, sprich volle acht Jahre, den Posten ausüben werde, könne er heute nicht sagen. Aber zumindest „einen nennenswerten Zeitraum“.

In seiner Partei, der CDU, löste Klenks Ankündigung Freude aus. „Er ist mit Feuer dabei“, sagt CDU-Fraktionssprecherin Ilona Koch über den Amtsinhaber. Ein Markenzeichen Klenks sei, „dass er eint und nicht spaltet“, so Koch. Hans Huber, mit 90 der Älteste im Gemeinderat und seit vielen Jahren Fraktionssprecher der Freien Wähler, bezeichnet Klenk als „umgänglich, zielgerichtet und ehrlich“. Gerade diese Eigenschaften schätze er, so Huber.

Klenks erneute Kandidatur habe sich abgezeichnet, meint SPD-Fraktionssprecher Erich Klauser: „Wir spüren, dass er sich wieder mehr engagiert und es nicht auslaufen lässt.“ Ob seine Partei einen eigenen Bewerber ins Rennen schickt, sei noch offen.

Um mehr Wohnraum für Menschen mit kleinerem Geldbeutel geht es auch der FDP. An Klenks Amtsführung hat FDP-Fraktionssprecher Wolfgang Haug nichts auszusetzen: „Er ist ein geachteter OB.“ Grünen-Stadtrat Frank Mailänder lobt die „positive und moderierende Art“ des Oberbürgermeisters. „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden.“Harald Flößer