Zwischen Neckar und Alb

Ruckh ist der erste Bewerber

OB-Wahl Der Wolfschluger Bürgermeister Matthias Ruckh hat sich in Nürtingen beworben. Die CDU hält sich derweil noch bedeckt.

Matthias Ruckh. Foto: pr

Nürtingen. Jetzt ist es offiziell: Den Wolfschluger Bürgermeister Matthias Ruckh zieht es zurück nach Nürtingen. Der Diplom-Verwaltungswirt hat seine Bewerbung für das Amt des Oberbürgermeisters in Nürtingen abgegeben.

Schon vor Weihnachten hatte Ruckh signalisiert, dass er Interesse am Amt des Oberbürgermeisters in seiner Heimatstadt hat. Nach dem Studium zum Diplom-Verwaltungswirt sammelte er als Ortsvorsteher von Raidwangen und Reudern und seit acht Jahren als Bürgermeister von Wolfschlugen Erfahrung. Nürtingen, mit allen seinen Stadtteilen und Ortschaften, sei für ihn eine Stadt mit aufgeschlossenen Menschen, vielseitigen Bildungseinrichtungen, lebendigem Vereinsleben, aktiven Kirchen und einer starken Wirtschaft.

Bei den Projekten der kommenden Jahre sieht Matthias Ruckh ein spannendes Entwicklungspotenzial zwischen innovativem Wollen und finanziellem Können. Dieser großen Herausforderung werde er sich aus Überzeugung, mit klaren Werten und ganzer Kraft gerne stellen. „Mittendrin - statt nur dabei“ lautet seine Devise. Die Bürger in Nürtingen, sagt Matthias Ruckh, habe er stets interessiert und offen erlebt, „sie informieren sich und bringen sich ein“. Dies würde er im Falle seiner Wahl respektieren und fördern. Als parteiloser und unabhängiger Kandidat werde er auch Einzelmeinungen ernst nehmen. Für ihn gelte: Miteinander reden - gemeinsam handeln. Im Gemeinderat suche er den fraktionsübergreifenden Dialog, sachorientiert, offen und strukturiert. Das schaffe Vertrauen und Transparenz.

Unabhängig von Matthias Ruckhs Qualifikationen hoffen einige Fraktionen, dass sich noch weitere Kandidaten melden, damit die Nürtinger eine echte Wahl haben. Die CDU, die mit ihrem Kandidaten Lothar Wölfle vor 16 Jahren knapp das Nachsehen hatte, hält sich noch bedeckt. „Wir sind nicht auf ein CDU-Mitglied fixiert“, sagt Thaddäus Kunzmann, Nürtinger Gemeinderat und CDU-Kreisvorsitzender. Die CDU sehe es aber als ihre Aufgabe, dass sie sich an der Kandidatensuche beteilige. „Wir wollen, dass die Nürtinger eine echte Wahl haben und vergleichen können.“

Noch am Sondieren ist auch die Nürtinger SPD, die es vor 16 Jahren geschafft hat, mit Otmar Heirich ein SPD-Mitglied für Nürtingen zu gewinnen. „Wir werden uns nicht aktiv auf Kandidatensuche begeben“, sagt Fraktionschef Hermann Quast aus Sicht der Liberalen Bürger. Anneliese Lieb

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