Zwischen Neckar und Alb

Schluss mit unbezahlten Überstunden

Tarifverhandlung Die Gewerkschaft NGG fordert bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte in Hotels und Restaurants.

Symbolfoto: Jörg Bächle

Region. Mehr als 13 Stunden täglich arbeiten, und das an sechs Tagen die Woche? Wenn es nach dem Willen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) geht, könnte das im Landkreis Esslingen für rund 11 000 Beschäftigte der Branche bald Alltag werden. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Die Zahlen zeigen, dass Arbeitszeitgesetz und Tarifverträge den Arbeitnehmern bereits jetzt eine hohe Flexibilität abverlangen. Den Betrieben geben sie die Freiheit, ihre Beschäftigten weitgehend so einzusetzen, wie sie es brauchen“, sagt Hartmut Zacher, Geschäftsführer der Stuttgarter NGG. Er ist der Meinung, dass die Einführung einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit nicht umgesetzt werden darf.

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Gesunde Arbeitszeiten

Im Gastgewerbe gehörten lange Arbeitszeiten schon immer zum Beruf. In dieser Branche Fachkräfte zu finden, sei schwer geworden, betont Hartmut Zacher. „Die Arbeitgeber sollten wieder auf bessere Ausbildung setzen können. Dazu zählen stärkere Tarifverträge, mehr Einkommen und gesunde Arbeitszeiten“, sagt Zacher. Am Geld jedenfalls, so die NGG Stuttgart, sollte es nicht hapern. Der Jahresumsatz der Branche ist nach Angaben des Dehoga zum siebten Mal auf bundesweit 81 Milliarden Euro gestiegen. pm