Zwischen Neckar und Alb

Schöpfen ja, pumpen nein

Hitze Wasser zum Gartengießen darf nur eingeschränkt und in geringen Mengen aus Flüssen und Bächen geholt werden.

Kreis. Im Landkreis Esslingen gibt es eine sichere und gut ausgebaute öffentliche Wasserversorgung. Auch bei langer Trockenheit steht immer genügend Trinkwasser bereit. Bürger sollten das kostbare Nass dennoch sparsam verwenden. Vor allem die Bewässerung von Gärten darf nicht auf Kosten der Gewässer gehen - auch wenn sie in manchen Gegenden verlockend nah am eigenen Garten entlang plätschern und Bäumen und Sträuchern das Wasser fehlt. Deshalb kann von dort nicht grenzenlos Wasser für den eigenen Garten „abgezweigt“ werden.

„Wenn Wasser mit Motorpumpen aus Bächen und Flüssen entnommen oder das Grundwasser angezapft wird, ist in der Regel eine wasserrechtliche Erlaubnis des Landratsamtes notwendig“, sagt Benjamin Heemeier, Leiter des Amts für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landratsamt Esslingen. Gewässer seien ein sehr empfindlicher Lebensraum. Anders sieht es aus, wenn man selbst Hand anlegt: „Wasser kann mit Eimern oder Gießkannen ohne Erlaubnis geschöpft werden“, so Benjamin Heemeier. „Dieser sogenannte Gemeingebrauch ist jedoch auch nur in geringen Mengen erlaubt.“

Noch sei es nicht notwendig, weitere Maßnahmen zu ergreifen, teilt das Landratsamt mit. Sollte durch die lang anhaltende Trockenheit und Hitze kaum noch Wasser in den Gewässern fließen, ist aber ein komplettes Verbot der Wasserentnahme nicht ausgeschlossen. Unter niedrigen Wasserständen und geringem Sauerstoffgehalt leiden Fische und andere Wasserbewohner.

Als Untere Wasserbehörde muss das Landratsamt auch die Herstellung und den Betrieb von Brunnen prüfen. „Grundwasser ist in der Regel durch den Boden gut geschützt und ist vielerorts die Grundlage der öffentlichen Wasserversorgung. Wir müssen daher Gefahren für das Grundwasser verhindern“, so Benjamin Heemeier. Wird in das Grundwasser eingegriffen, muss dies dem Landratsamt gemeldet werden.

Das Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz empfiehlt, den Bedarf an Wasser am besten schon bei der Gestaltung des Gartens zu berücksichtigen. Beispielsweise verdunstet bei genügend Schatten weniger. Außerdem speichert ein lockerer, humusreicher Boden mehr Feuchtigkeit. Mulchen im Gemüsebeet verhindert, dass der Boden schnell austrocknet.pm

5 Weitere Informationen erteilt das Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Landkreis Esslingen unter der Telefonnummer 07 11/39 02-4 24 90

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