Zwischen Neckar und Alb

Schriftsteller, Ingenieur und Pionier

Der in Kirchheim geborene Max Eyth steht im Mittelpunkt eines Vortrags, den Dr. Thomas Schuetz am 4. September im Freilichtmuseum in Beuren hält.

Beuren. Zur Sonderausstellung „Typisch schwäbisch!? Zwischen Image und Identität“ im Freilichtmuseum Beuren gibt es Begleitveranstaltungen. Am Sonntag, 4. September, um 11 Uhr steht der Vortrag über den in Kirchheim geborenen „Max Eyth – Schriftsteller, Ingenieur, Pionier der Landwirtschaftstechnik“ auf dem Programm. Der Vortrag findet im Hopfensaal des Hauses aus Öschelbronn statt. In der Sonderausstellung in der Gärtringer Scheuer ist Max Eyth neben Gottlieb Daimler, Robert Bosch und anderen in der Galerie der bekanntesten schwäbischen Erfinder und Tüftler vertreten.

Der Referent, Dr. Thomas Schuetz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Wirkungsgeschichte der Technik an der Universität Stuttgart, erforscht den Wandel Württembergs vom Agrarland zur Industrieregion. Eine zentrale Figur in diesem Prozess ist Max Eyth (1836 – 1906). Sein Leben und Werk, im Spannungsfeld der späten Industrialisierung Württembergs besehen, steht im Mittelpunkt des Vortrags. In der Person von Max Eyth vereinigen sich drei Lebenswege, die, jeder für sich alleine genommen, bereits eine Person von historischer Größe ausmachen würde: Er war ein international erfolgreicher Ingenieur, der über seine weltweiten Reisen erfolgreiche Bücher verfasste. Damit prägte er nachhaltig die positive Einstellung gegenüber dem technischen Fortschritt. Im zweiten Teil seines Lebens, als er als gemachter Mann in seine Heimat zurückgekehrt war, verfasste er Romane, die das Spannungsverhältnis zwischen den Naturgewalten und der Technisierung thematisieren. Zugleich leitete er die Deutsche Landwirtschaftliche Gesellschaft, die er mitbegründet hatte. pm


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