Zwischen Neckar und Alb

Schwäbische Räder auf der ganzen Welt

Unternehmen Der Nürtinger Fahrrad-Hersteller Silverback liefert in 53 Länder. Innovatives Denken prägt die Firma.

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Symbolfoto

Nürtingen. Seit 14 Jahren mischt die Firma Silverback als Marke im internationalen Fahrradgeschäft mit. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Nürtingen. Dort werden die Räder auch komplett montiert, ehe sie auf den Weg in insgesamt 53 Länder geschickt werden.

Als Deon Retief das Unternehmen 2004 in Kapstadt in Südafrika gründete, war sein Ziel, Fahrräder zu bauen, die dem Nutzer ein gutes Fahrgefühl und einen hohen Komfort bieten sollten. So erzählt es seine Frau Elena, die heute von Nürtingen aus das internationale Marketing leitet. Im Jahr 2010 wagte das Paar den Schritt nach Deutschland und landete in Nürtingen. In der Bachhalde fanden sie ein geeignetes Grundstück für ihr neues Hauptquartier. 2014 wurde der Neubau bezogen. Neben einem Ausstellungsraum befinden sich in dem modernen Gebäude auch das Lager und die Montage. Vier Mitarbeiter sind hier beschäftigt, doch schon im kommenden Monat sollen fünf weitere Leute in der Montage hinzukommen. Für kommendes Jahr ist geplant, auch das Marketing personell auszubauen, dann speziell für die deutschsprachigen Länder.

Markenkern Technologie

Weltweit beschäftigt Silverback rund 40 Personen, davon etwa 15 Entwickler und Industriedesigner. Denn der Hersteller möchte sich vor allem über seine eigene Technologie definieren. „Wir investieren rund 200 000 Euro jedes Jahr allein in neue Rahmentechnologien“, sagt Elena Retief. Auch auf Design legt man großen Wert.

Für beides konnte das Unternehmen schon einige Preise entgegennehmen. Bei den Innovationen geht es zum Beispiel darum, wie das Sattelrohr flexibler im Rahmen integriert werden kann, um Schläge beim Fahren besser auffangen zu können, erklärt Erik Schlenker, der Niederlassungs- und Produktionsleiter in Nürtingen. Die Angebotspalette der Firma Silverback umfasst rund 100 Modelle, vom Kinderfahrrad über Rennräder, Mountainbikes und Fatbikes bis hin zu Elektro-Fahrrädern.

Frische Ideen aus vielen Ländern

Verkauft wird über Händler, aber auch direkt an Privatkunden. Über die Verkaufszahlen möchte man keine Angaben machen. Vertrieben werden die Fahrräder in mittlerweile 53 Länder, berichtet Retief. Neben einer Niederlassung in Kapstadt gibt es noch einen weiteren Standort in Ventura in Kalifornien. „Unsere Mitarbeiter kommen aus vielen Ländern“, sagt Elena Retief. „Dadurch bekommt man viele frische Ideen, denn die Menschen aus unterschiedlichen Kulturen haben oft eine andere Sichtweise.“Henrik Sauer

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