Zwischen Neckar und Alb

Solarenergie kommt wieder in Schwung

Nachhaltigkeit Der Landkreis Esslingen will vorhandenes Potenzial besser nutzen und Beratung und Information ausbauen.

Kreis. In den kommenden Monaten werden in 27 Städten und Gemeinden im Landkreis Beratungstage zum Thema Photovoltaik angeboten. Private Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer erhalten eine erste Einschätzung, ob und in welcher Ausgestaltung Photovoltaik für ihr Gebäude technisch und wirtschaftlich möglich und sinnvoll ist. In diesem Zeitraum sind außerdem - vorbehaltlich der Pandemie-Lage - weitere Veranstaltungen und Vorträge zum Thema Photovoltaik geplant.

Neue Anlagen sind rentabel

Den Auftakt macht eine Online-Informationsveranstaltung mit dem Thema „Photovoltaik lohnt sich! - Klimaschutz und Unabhängigkeit durch die eigene PV-Anlage“ am 23. Juni. Der Energieberater Dominik Seck erläutert, was Gebäude­eigentümer beachten sollten, wenn sie über eine eigene PV-Anlage nachdenken. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich unter energieagentur@lkgp.de.

Mit der Kampagne reagiert der Landkreis auf den erhöhten Beratungsbedarf, der inzwischen bei der Realisierung von Photovoltaik-Anlagen besteht. Der Ausbau der Photovoltaik hatte mit der bundesweiten Absenkung der Einspeisevergütung einen massiven Einbruch erlebt. Neue Anlagen rechnen sich heute meist nicht allein durch die Stromeinspeisung. Vielen Eigentümern ist nicht bekannt, dass sie dennoch wirtschaftlich betrieben werden können: Zum einen sind die Module in den vergangenen Jahren günstiger und leis­tungsfähiger geworden. Zum anderen gibt es in Kombination mit Eigenverbrauch, Batteriespeicher oder Elektromobilität neue Möglichkeiten, um Photovoltaik-Projekte rentabel zu machen. Doch damit ist auch der Bedarf an individueller Beratung für eine maßgeschneiderte Anlage gestiegen.

„PV-Check“ auch für Gemeinden

„Bei der Beratung bekommen Eigentümer eine erste Orientierung, was in ihrem Fall sinnvoll und machbar ist. Falls sich das Gebäude für eine PV-Anlage eignet, hat man gleich eine gute Grundlage, um bei einem Fachbetrieb ein Angebot einzuholen“, erklärt Dr. Christine Griebel, die Klimaschutzmanagerin des Landkreises. Auch Städte und Gemeinden im Kreis können ihre kommunalen Gebäude mit einem „PV-Check“ unter die Lupe nehmen lassen.

Für die Informationskampagne arbeitet der Landkreis Esslingen mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und dem Photovoltaik-Netzwerk Region Stuttgart zusammen. Er setzt damit ein weiteres Projekt aus dem Integrierten Klimaschutzkonzept um.

Weitere Infos gibt es unter www.landkreis-esslingen.de/klimaschutz. pm

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