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Jubiläum Das Jugendrotkreuz Wernau feiert sein 60-jähriges Bestehen mit einem Familienfest.

Bei der 60-Jahr-Feier desJugendrotkreuzes Wernau war viel los.
Bei der 60-Jahr-Feier desJugendrotkreuzes Wernau war viel los.

Wernau. Dass Kinder Ersthelfer werden wollen, ist nicht selbstverständlich. Doch was vor 149 Jahren in Holland den Anfang nahm, entwickelte sich in Wernau zum festen Bestandteil. Die Jugendrotkreuzabteilung feierte am Wochenende ihr 60-jähriges Bestehen mit einem großen Fest.

Während am Samstag ein schwäbisches Mundart-Kabarett mit „Käthe Kächele“ für viele Lacher sorgte, zauberten Hüpfburg, Glücksrad und die Rettungshundestaffel vielen jungen Festbesuchern ein Lächeln auf die Lippen. Rainer Märsch, Kommandant der benachbarten Feuerwehr Wernau, machte deutlich: „Es wird immer schwieriger, die Jugendlichen zu begeistern. Deshalb ist es wichtig, intensive Jugendarbeit zu leisten.“ Achim Blumenstock, Kreisjugendleiter des Kreisverbandes Esslingen, lobte die Jugendarbeit in Wernau, insbesondere die Leiterin Nicole Krotzek. Diese begann vor 31 Jahren selbst bei der Jugendabteilung, und seit 2002 leitet sie das Jugendrotkreuz in Wernau. „Die Nerven liegen teilweise blank, aber ich liebe meine Kinder“, zieht Nicole Krotzek Bilanz nach 17 Jahren Jugendarbeit. Man sei wie eine große Familie. „Die Kinder können alles, was erwachsene Ersthelfer auch können“, und ergänzt: „Besonders erfreulich ist, dass wir bereits zehn Jugendliche in die DRK-Bereitschaft übergeben konnten.“

Helfen als Hobby

Laura (12) ist mit Herz und Seele dabei. „Ich habe mir Hobbys gesucht und wollte was Soziales machen. Da riet mir mein Vater zum Jugendrotkreuz.“ Jüngster Spross beim Jugendrotkreuz in Wernau ist der sechsjährige Lenny. Er freut sich: „Eine Freundin hat mich mal zum Jugendrotkreuz mitgeschleppt, und es hat mir gleich gefallen.“ Celine (12) weiß schon jetzt, was sie beruflich machen will, und da kommt die Teilnahme im Jugendrotkreuz gerade richtig: „Ich will Ärztin werden und den Menschen helfen. Die Ausbildung und die Jugendleiterinnen sind spitze.“ Seit zwei Jahren ist Max (15) dabei. Ihn hat ein Mannschaftskamerad vom Handball mitgenommen. Ihm imponiert die Kameradschaft und der Teamgeist im Jugendrotkreuz, und Ziele hat Max auch: „Im Herbst mache ich den Sanitäter-Kurs und will auch bei der Bereitschaft mithelfen.“

Hilmar Honold hatte die Jugendgruppe vor 60 Jahren in Wernau gegründet. Aktuell bildet das Jugendrotkreuz 18 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren aus. Die Jugendlichen werden aber nicht nur in der Ersten Hilfe geschult, sie leisten an vielen Stellen im Ort einen Beitrag zur DRK-Bereitschaft. Spiel und Spaß kommen auch nicht zu kurz: Regelmäßig stehen Ausflüge, Freizeiten und Übernachtungen im DRK-Haus auf dem Programm. Thomas Krytzner

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