Zwischen Neckar und Alb

Stützpunkte beraten rund um die Pflege

Soziales Die Bürger im Kreis Esslingen haben nun wohnortnah Ansprechpartner. Das gilt auch für ländliche Regionen.

Kreis Esslingen. Der Landkreis Esslingen hat die Zahl der Pflegestützpunkte zum Jahresanfang deutlich erhöht: Neben den sechs Stützpunkten in den Großen Kreisstädten gibt es nun zehn weitere Standorte, damit alle Bürger eine wohnortnahe und neutrale Beratung in Anspruch nehmen können. Sie sind verteilt auf den gesamten Landkreis. Von den neuen Standorten Aichwald, Aichtal, Denkendorf, Frickenhausen, Lenningen, Neckartenzlingen, Plochingen, Reichenbach, Weilheim und Wendlingen aus werden künftig die jeweils umliegenden Kommunen versorgt. Neben festen Sprechzeiten vor Ort können individuelle Termine, auch als Hausbesuche, vereinbart werden. Bei der Standortwahl spielte vor allem die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr, ein barrierefreier Zugang und die Anbindung an vorhandene Strukturen der Altenhilfe eine Rolle.

2030 ist im Landkreis jeder vierte Einwohner über 65 Jahre alt, vor allem die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahren und damit die Pflegebedürftigkeit nimmt stark zu. Damit steigt auch der Bedarf an Information und Beratung rund um das Thema Pflege. Im Rahmen der Sozialplanung wurde festgestellt, dass zwei Drittel aller Pflegebedürftigen zu Hause versorgt werden. Zusätzlich zu den bestehenden Pflegestützpunkten sollte das Beratungsangebot vor allen in den ländlichen Regionen ausgebaut werden.

Die Pflegestützpunkte sind ein inklusives Angebot für Menschen aller Altersgruppen, die von Hilfe- und Pflegebedürftigkeit bedroht oder betroffen sind. Alle Bürger, die Unterstützung brauchen, erhalten in den Pflegestützpunkten eine neutrale, umfassende, kostenfreie und vertrauliche Beratung. Die Mitarbeiter geben Tipps zur häuslichen Pflege, zu Pflegeversicherungsleistungen, zu Hilfsmitteln, sie unterstützen bei der Suche nach einem Pflegeheim und zeigen Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige auf. Beraten werden auch Eltern von Kindern mit einer Behinderung. Im Bedarfsfall stellt der Pflegestützpunkt Kontakt zu anderen Beratungsstellen her.pm

Die Finanzierung ist gedrittelt

Finanziert werden die Pflegestützpunkte zu je einem Drittel durch den Landkreis, die Pflegekassen und die Krankenkassen. Der Landkreis investiert jährlich 450 000 Euro.

Auskünfte erteilt bei der Altenhilfefachberatung des Landkreises Monika Geiger. Sie ist per E-Mail erreichbar unter Kreissozialamt@lra-es.de beziehungsweise telefonisch unter der Nummer 07 11/3 90 24 36 27.pm

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