Zwischen Neckar und Alb

Therme wird größer und schöner

Freizeit Der Gastronomiebereich im Beurener Thermalbad soll ausgebaut werden. Es kommt auch eine Sauna hinzu.

Die Beurener Therme. Foto: Jean-Luc Jacques

Beuren. Während im Untergeschoss der Beurener Panorama-Therme neben neuen Technikräumen, Abstellräumen sowie einer WC-Anlage auch ein großer Thermalwasserspeicher errichtet wird, entstehen im Obergeschoss eine großzügige Küchenanlage mit Personalräumen, Getränke- und Kühllager sowie ein Anlieferbereich. Der Gastronomiebereich wird wesentlich erweitert und durch mobile Trennwände künftig sehr flexibel nutzbar sein. Auch die Saunagastronomie wird wesentlich erweitert und großzügig umgebaut.

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Im Anbau ist eine weitere Sauna mit 78 Sitzplätzen und zusätzlichen Duschen und Ruheräumen geplant. Im Außenbereich werden das Durchschreitebecken und die Kneippanlage grundlegend saniert und hochwertig neu gestaltet. Der Gemeinderat zeigte sich von der Planung insgesamt überzeugt und beauftragte die Verwaltung einstimmig, auf dieser Grundlage den Bauantrag bei der Unteren Baurechtsbehörde beim Landratsamt Esslingen einzureichen.

Bevor mit den Baumaßnahmen begonnen wird, müsse der unter dem künftigen Anbau verlaufende, verdolte Herbstwiesenbach verlegt werden, da man Gewässer nicht mehr überbauen dürfe, berichtete Bürgermeister Daniel Gluiber. Ingenieur Karl Blankenhorn vom gleichnamigen Ingenieurbüro erläuterte die Planung, die vorsieht, den Herbstwiesenbach künftig offen über das Thermengelände zu führen.

Für Hochwasser ausgestattet

Dabei soll das Bachbett so ausgestaltet werden, dass ein Hochwasserabfluss von bis zu 1 200 Litern pro Sekunde möglich ist. Da im Falle eines hundertjährigen Hochwassers unter Berücksichtigung des Klimazuschlags aber mit einer Wassermenge von bis zu 2 100 Litern pro Sekunde zu rechnen ist, wird die alte Bachverdolung künftig die Funktion eines Bypasses erfüllen, über die die Hochwasserspitze abgeleitet wird. Ähnlich wie in der Owener Straße wird dabei der Herbstwiesenbach oberhalb der Gärtnerei Tonhäuser über eine Wasserweiche geführt. Eine weitere Funktion der alten Bachverdolung besteht darin, künftig das nicht verschmutzte Oberflächenwasser aus dem Thermenbereich ebenfalls dem Bach zuzuführen.

Nach Erörterung der Planung stimmte der Gemeinderat den Ausführungen des Ingenieurbüros Blankenhorn zur Offenlegung des Herbstwiesenbaches und zur Entwässerung des Neubauvorhabens an der Panorama-Therme zu. Die Verwaltung wurde beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Büro Blankenhorn ein Wasserrechtsgesuch beim Landratsamt Esslingen zeitgleich mit dem Bauantrag für den Umbau der Panorama-Therme einzureichen. wh