Zwischen Neckar und Alb

Trauer um Heinrich Baumann

Nachruf Die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart ist bestürzt über den plötzlichen Tod des Vizepräsidenten.

Heinrich Baumann
Heinrich Baumann

Region. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart trauert um ihren Vizepräsidenten der Gesamtkammer und Präsidenten der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen, Heinrich Baumann. „Mit Bestürzung und Fassungslosigkeit haben wir vom plötzlichen Tod Heinrich Baumanns erfahren“, sagt IHK-Präsidentin Marjoke Breuning. Die IHK sei Heinrich Baumann zu großem Dank verpflichtet. Für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, sich neben seiner Aufgabe als geschäftsführender Gesellschafter bei Eberspächer auch für die Gemeinschaft und die regionale Wirtschaft zu engagieren. Die Wirtschaft in der Region konnte sich jederzeit auf Heinrich Baumann verlassen. Sein fundierter Rat war überall geschätzt. Zuletzt galt das mit dem Blick auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie für alle IHK-Mitgliedsbetriebe. „Die zahlreichen Unterstützungsprogramme des Bundes und des Landes tragen auch seine Handschrift“, so Marjoke Breuning.

Eines der größten Anliegen Heinrich Baumanns war das Voranbringen der dualen Ausbildung. Er initiierte in der Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen dafür ein eigenes Team, das bei Ausbildungsmessen vertreten war, Berufsparcours und Elternabende durchführte. Auch lag ihm am Herzen, junge Erwachsene für das Unternehmertum und die Selbstständigkeit zu motivieren.

Wohlstand der Region erhalten

Heinrich Baumann stand für den Wirtschaftsstandort Landkreis Esslingen. So begleitete er nicht nur das weitere Zusammenwachsen der IHK-Geschäftsstellen Esslingen und Nürtingen sehr engagiert, er setzte sich auch dafür ein, dass infrastrukturelle Maßnahmen wie Anbindung von Gewerbegebieten, Straßenbau und Mobilität sowie Digitalisierung weiter zügig vorangetrieben werden. Zudem hatte er die Herausforderungen des Transformationsprozesses in der Automobilwirtschaft immer im Blick. Daher betrachtete er die klimapolitischen Maßnahmen auch unter ökonomischen Aspekten. Er setzte sich dafür ein, Arbeitsplätze und den Wohlstand der Region zu erhalten, ohne den internationalen Wettbewerb aus den Augen zu verlieren.

Mit dem kommenden Jahresende wollte er sein großes Engagement in der Selbstverwaltung der Wirtschaft reduzieren. „Sein viel zu früher Tod schmerzt deshalb besonders“, so Marjoke Breuning.pm

Anzeige