Zwischen Neckar und Alb

Trost spendende Erfahrungen am Ende des Lebens

„Wir leben hier auf der Insel der Glückseligen“, betonte Dr. Kollmeier bei der Sitzung des Palliativ-Fördervereins mit Blick auf die gute Versorgung im Kreis.

Kreis Esslingen. Der Vorsitzende des Fördervereins Palliativversorgung für die Kreiskliniken Esslingen sprach damit bei der Mitgliederversammlung des Vereins die gute Versorgung mit Palliativstationen in den Krankenhäusern des Landkreises an. Das unterstrich Reinhard Pöschl sehr praxisnah mit seinem Vortrag unter dem Titel „Träume am Lebensende“. Der Psychologe und Psycho-Onkologe arbeitet seit 1986 in der Palliativstation der Nürtingen Klinik. Anhand eines Erlebnisses mit einer Patientin machte er die Bedeutung von Träumen am Ende es Lebens deutlich, die „seelische, soziale und spirituelle Bedürfnisse bewusst werden lassen und das Sterben erleichtern“. Nach Meinung des Psychologen hat sich die Palliativversorgung am Sterbenden zu orientieren, weshalb körperliche, seelische, soziale und spirituelle Angebote gemacht werden müssen. Vor allem kunst- und musiktherapeutische Angebote seien wichtig.

Gerade diese beiden Angebote werden vom Förderverein sehr unterstützt, so Dr. Kollmeier. Er berichtete von zwei gut besuchten Veranstaltungen zum Thema „Sterben in Würde ist möglich“. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) im Kreis Esslingen entwickelt sich gut. Mit 500 Einsätzen in diesem Jahr habe man die Zahl von 2015 bereits überschritten.

Das Vermögen des Fördervereins ist in neun Jahren auf 97 000 Euro gestiegen, berichtete Kassier Torsten Schwarz. Eine tadellose Kassenführung bestätigten die Kassenprüfer Klaus Steinhilber und Gerhard Remppis, die beide nicht mehr zur Wahl standen. Für sie wurden Monika Dostal und Sigurd Layer ebenso einstimmig gewählt wie alle Vorstandsmitglieder und Beisitzer.pm

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