Zwischen Neckar und Alb

Umweltschutz ist nicht nur graue Theorie

Klimaschutz In Esslingen sind 15 Betriebe des Ökoprofit-Klubs aus Stadt und Kreis ausgezeichnet worden.

Die Betriebe des Ökoprofit-Klubs setzten sich für die Umwelt ein.Foto: Petra Bail
Die Betriebe des Ökoprofit-Klubs setzten sich für die Umwelt ein. Foto: Petra Bail

Esslingen. „Ökoprofit ist nach wie vor ein Erfolgsprojekt“, sagte Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger zu den Vertretern von Betrieben und Institutionen aus Stadt und Kreis bei der Ökoprofit-Auszeichnung. Als Wertschätzung für ihr kontinuierliches Umwelt-Engagement wurden 15 Mitglieder des Ökoprofit-Klubs vom Stadtoberhaupt und von Marion Leuze-Mohr, Erster Landesbeamtin im Kreis, ausgezeichnet.

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Auf Initiative der Agendagruppe „Klima schützen“ rief die Stadt Esslingen das Umweltprogramm im Jahr 2000 ins Leben. Kooperationspartner sind der Landkreis und, seit 2016, die Stadt Kirchheim. Unterstützt wird das Projekt von der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, der Handwerkskammer Region Stuttgart, der Kreishandwerkerschaft Esslingen-Nürtingen und den Stadtwerken Esslingen. 85 Betriebe haben seither ressourcenschonende Maßnahmen umgesetzt und dadurch auch Kosten gesenkt.

Drei Schwerpunkte der Nachhaltigkeit werden durch Ökoprofit in die Betriebe integriert: die Ökologie durch den Einsatz von Umwelttechnik, die Ökonomie durch die Senkung der Betriebskosten sowie der soziale Aspekt durch die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen und die Integration von Menschen mit Behinderung.

15 Betriebe haben als Teilnehmer des Ökoprofit-Klubs das Umweltmanagement fest in den betrieblichen Ablauf verankert und lassen sich jährlich zertifizieren. Seither konnten sie 120 000 Kilowattstunden Strom einsparen sowie 55 000 Kilowattstunden an Wärme und Kraftstoff und insgesamt mehr als 100 000 Kilogramm CO₂-Emissionen. Mit der eingesparten Energie können 32 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Energie wie Strom und Wärme versorgt werden.

Verschiedene Maßnahmen, die von den Betrieben umgesetzt wurden, waren etwa die Anschaffung neuer Kompressoren oder, im Fall des neuen Mitglieds Bankwitz Architekten aus Kirchheim, die In­stallation von Fotovoltaikanlagen. Effiziente Monitore und Computer wurden angeschafft, LED-Lampen angebracht, die Abwärme wurde genutzt und Fuhrparks wurden umgestellt, sodass Mitarbeiter auch E-Bikes nutzen können.

Die Stadt Esslingen habe sich laut Zieger das Ziel gesetzt, bis 2020 25 Prozent weniger CO₂ im Stadtbereich zu produzieren. Das integrierte Klimaschutzkonzept, das der Kreistag vor zehn Jahren beschlossen hat, ist kurz vor der Antragsstellung. Es sieht vor, dass bis 2020 die CO₂-Emissionen in den eigenen Liegenschaften um 35 Prozent verringert werden, betonte Marion Leuze-Mohr. Petra Bail

Info Aus dem Einzugsbereich des Teckboten wurden folgende Unternehmen ausgezeichnet: 2E-mechatronic, GO Druck Media, Keller Lufttechnik, Reinert Kunststofftechnik, Schmauder & Rau und Bankwitz Architekten. Interessenten für die nächste Runde finden Infos auf der Seite www.esslingen.de.