Zwischen Neckar und Alb

Vergärung und Kompostierung

Vergärung: Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises Böblingen betreibt seit Anfang 2005 in Leonberg eine Vergärungsanlage. Dort werden die Bioabfälle aus dem Landkreis - etwa 35 000 Tonnen jährlich - in einem 25 Meter hohen Gärturm vergoren. In diesem Stahlbehälter wird der Biomüll von Bakterien zersetzt.

Biogas: Das entstehende Biogas sammelt sich oben im Gärturm und wird in einen Gasspeicher geleitet. In drei Blockheizkraftwerken mit insgesamt rund 2 200 Kilowatt elektrischer Leistung wird das Biogas vollständig verstromt. Pro Jahr werden damit 7 500 Megawattstunden Strom produziert und ins öffentliche Netz eingespeist. Das deckt den Stromverbrauch von rund 6 500 Personen.

Kompostwerk: Das Werk in Kirchheim wurde 1996 eingeweiht, als Kooperationsprojekt der Landkreise Esslingen und Böblingen. An der Gesellschaft ist der Landkreis Esslingen mit 80 Prozent, der Landkreis Böblingen mit 20 Prozent beteiligt. Das Werk verarbeitet 37 500 Tonnen Biomüll aus dem Kreis Esslingen und 14 000 Tonnen Gärreste aus dem Kreis Böblingen. Wird die Vergärung in Leonberg erweitert, dann werden künftig in Kirchheim jährlich 52 000 Tonnen Biogut und Gärreste verarbeitet.    rok

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