Zwischen Neckar und Alb

„Viel Lebensfreude in die Stadt gebracht“

Wernau. Antonie Hanninger konnte zwar selbst nicht dabei sein. Trotzdem stand die „Urmutter des Ehrenamts“ im Mittelpunkt des Stifterfests „10+1“, mit dem die Erfolgsgeschichte der von ihr gegründete Stiftung „Lebensfreude, Lebensqualität und Würde im Seniorenzentrum St. Lukas und in Wernau“ gefeiert wurde.

„Geh nicht an den Aufgaben vorbei“: Dieses Motto hat Antonie Hanninger umgesetzt, indem sie vor elf Jahren eine Stiftung gründete, mit 3000 Euro in der Kaffeekasse des Kontakt-Cafés in St. Lukas. Die Ehrenamtlichen suchten für das Geld einen Spendenzweck, und so kam die Stiftungsidee auf. Und der quirligen Wernauerin gelang es tatsächlich, die erforderlichen 50 000 Euro als Startkapital zusammenzubringen. Elf Jahre nach dem Start beträgt das Stiftungskapital mehr als 110 000 Euro und hat schon einiges zur Lebensfreude der Bewohner von St. Lukas, aber auch anderer Bürger, beigetragen.

„Es war Antonie Hanninger immer wichtig, dass die Projekte nicht auf St. Lukas beschränkt bleiben“, sagte Sabine Dack-Ommeln, stellvertretende Wernauer Bürgermeisterin. Pia Theresia Franke vom Vorstand der Keppler-Stiftung sprach über Hanningers Gabe, Menschen um sich zu scharen und für die gute Sache zu gewinnen. Die engagierte Wernauerin sei sich immer treu geblieben, sagte Frank Schickler, der Einrichtungsleiter von St. Lukas: „Unbeirrt lebt sie den Gedanken der christlichen Nächstenliebe.“ Wer stifte, denke über den Tag hinaus, sagte Thomas Wilk vom Diözesan-Caritasverband.

Mit ihrem Grußwort, das Kuratoriumsmitglied Thomas Reuther stellvertretend für Antonie Hanninger vorlas, dankte sie ausdrücklichen allen Betreuerinnen und Betreuern in St. Lukas, deren Fürsorge sie derzeit selbst erlebe. pm

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