Zwischen Neckar und Alb

Villa Merkel steht voll „unter Beobachtung“

Esslingen. Die thematische Gruppenausstellung „Unter Beobachtung“ ist ein Beitrag der Stadt Esslingen zum Festival „Unter Beob­achtung. Kunst des Rückzugs“, dem diesjährigen Projekt der KulturRegion Stuttgart. Die Ausstellung öffnet am Sonntag, 20. September, um 11 Uhr ihre Pforten und läuft bis zum 15. November. Acht internationale Künstler und ein Künstlerduo widmen sich den technischen Möglichkeiten von Überwachung und Manipulation in der globalisierten Gesellschaft. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Dries Depoorter, Heather Dewey-Hagborg, Verena Friedrich, Gregor Kuschmirz, Esther Hovers, Marc Lee, Toast VR, Alex Verhaest und Christiaan Zwanikken.

Die künstlerischen Positionen rücken die ausufernde Sammlung und Auswertung von Daten und die Allmacht der Algorithmen ins Bewusstsein der Besucher. Ob künstliche Intelligenz, die Auflösung der Grenzen zwischen Rea­lität und Fiktion oder die Verschmelzung von Lebewesen und Maschine: Die gezeigten Installationen knüpfen an aktuelle gesellschaftliche Diskurse an und machen darauf aufmerksam, wie Technologie unser Leben durchdringt.

Die von Gottfried Hattinger ­kuratierte Ausstellung „Unter Beob­achtung“ bespielt die Räume im Obergeschoss und den Wintergarten. Im Erdgeschoss ist bereits seit 16. August 2020 die Ausstellung „Low“ von Hoël Duret zu sehen. Zusätzlich zur großen Themenausstellung findet am Dienstag, 29. September, ab 16 Uhr ein Festival-Fokustag im Jugendhaus ­KOMMA statt. In zwei Workshops präsentiert sich die Szene der Heimmusiker: Künstler, die Musik zu Hause produzieren und mit ihrer Kunst auf der Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit balancieren.pm/Foto: pr

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