Zwischen Neckar und Alb

Warmes Orange und tristes Grau

Rundgang Wohin fließt das Geld des Landkreises eigentlich? Esslinger Kreisräte besuchen die neue Klinikschule.

Esslingen. Wo fließt das Kreis-Geld hin? Wer geht in die neue Klinikschule? Auf diese Fragen suchten die Kreisräte im Sozial- und im Jugendhilfeausschuss im Esslinger Klinikum Antworten. Anschließend steuerten sie das Aufnahmehaus in der Esslinger Fleischmannstraße an, um mit Obdachlosen zu sprechen und sich über das Betreuungsangebot der Evangelischen Gesellschaft (eva) zu informieren.

3,6 Millionen Euro kostet die Schule für Kranke, die im Juli eingeweiht werden soll. Davon zahlt eine Million Euro das Land. Die neuen Räume wurden als zusätzliche Etage auf einen zweistöckigen Flügel am Klinikum Esslingen aufgesetzt. „Eine deutliche Verbesserung“, findet Jugendamtsleiterin Barbara Ziegler-Helmer. Früher hatte die Schule dunkle und enge Räume im Untergeschoss, derzeit ist sie in Containern untergebracht. Demnächst finden die 60 Schüler und 24 Lehrer helle Klassenzimmer in warmem Orange vor. Organisatorisch gehört die Klinikschule zur Rohräckerschule auf dem Esslinger Zollberg, ist also ein sonderpädagogisches Bildungszentrum. In die Klinikschule gehen Kinder, die länger als vier Wochen in Behandlung sind, in der Regel in der Kinder- und Jugendpsychi­atrie am Esslinger Krankenhaus. Gleichwohl wird eine enge Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie gepflegt.

Ortswechsel: Von Orange zu Grau. In einem Hinterhof in der Fleischmannstraße empfängt Iris Maier-Strecker von der Evangelische Gesellschaft die Kreisräte. Die eva betreibt hier ein Aufnahmehaus und eine Beratungsstelle für Menschen ohne Wohnung. Ein Nebenbau dient im Winter zudem als Erfrierungsschutz. Angesichts des krassen Wohnungsmangels bleiben viele Bewohner hier hängen. Einer, Andreas S., hat es geschafft: „Ohne Frau Maucher aber niemals.“ Roland Kurz

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