Zwischen Neckar und Alb

Wer erhält nach einer Terminabsage die übrige Impfdosis?

Impfung MHD Shooting
Impfung MHD Shooting

Kreis. Die Zahl der Impfdosen gegen das Coronavirus, die in den Impfzentren im Kreis Esslingen zur Verfügung stehen, ist knapp. 179 Personen wurden am Freitag zum Start der Kreisimpfzentren geimpft. Laut Malteser-­Geschäftsführer Marc Lippe wäre es logis­tisch möglich, 850 Personen pro Tag und pro Zentrum zu impfen. Im Kreis Esslingen wird laut ­Lippe bislang nur der Impfstoff von ­Biontech verwendet, der als erster zugelassen wurde.

Termine für eine Impfung in den Zentren in der Zeppelinstraße 112 in Oberesslingen und der Halle 9 der Messe Stuttgart sind bis Ende Januar bereits ausgebucht. „Die nächste Terminvergabe findet voraussichtlich ab Anfang Februar statt“, lautet eine Anmerkung auf der Website des Landratsamtes. Ein weiterer Hinweis: Aufgrund der geringen Impfstoffmenge seien die Zentren im Einschichtbetrieb von Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Doch was passiert ­eigentlich mit dem reservierten Impfstoff, wenn jemand seinen Impftermin nicht wahrnimmt? Terminabsagen hat es laut der Sprecherin des Landratsamtes, Andrea Wangner, seit dem Start am Freitag bereits gegeben. „Übrige Dosen werden so schnell wie möglich an andere Angehörige der ersten Priorisierungsgruppe vergeben“, sagt Wangner. Im Moment würden die vorgesehenen Dosen bei einer Terminabsage an Mitarbeiter der Zentren in Oberesslingen und an der Messe verimpft. Eine Warte­liste für diese Fälle gebe es derzeit noch nicht, diese werde aber eingerichtet, so die Behördensprecherin. Auf dieser Liste würden dann Mitarbeiter der Kliniken und des Rettungsdienstes stehen, sagt Wangner. Sie betont: „Generell gilt: Es soll kein Impfstoff verloren gehen.“sl

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