Zwischen Neckar und Alb

Wieder raus aus der Quarantäne

Pandemie Nürtingens Oberbürgermeister musste aufgrund einer Warnapp-Meldung eine Zwangspause einlegen.

Nürtingen. Eigentlich wollte Johannes Fridrich bei der Investitur von Pfarrer Paul Boßler ein Grußwort sprechen. Doch die Corona-Warnapp machte dem Nürtinger Oberbürgermeister einen Strich durch die Rechnung. Am Sonntagmorgen signalisierte ihm sein Handy, dass er zwei Begegnungen mit Infizierten hatte. Der OB hatte indes keinerlei Symptome. Den Gottesdienstbesuch im Lutherhof sagte er unverzüglich ab. Stattdessen folgte Fridrich der Anweisung der Warnapp und setzte sich unverzüglich mit einem Arzt in Verbindung, der einen Schnelltest machte. „Der Test fiel negativ aus“, war Fridrich erleichtert. „Ich passe im Alltag höllisch auf“, so der OB. Seine Frau ist schwanger und erwartet Anfang März das erste Kind. Schon deshalb ist Vorsicht angesagt, aber auch im Interesse der Mitarbeiter im Rathaus. „Wir hatten in der Kernverwaltung Gott sei Dank noch keinen Corona-Fall“.

Nach dem Ergebnis des Schnelltests ging er am Montag ganz ­normal seinen Aufgaben nach. „Die Amtsleiterrunde haben wir virtuell gemacht.“ Dass es nach dem Lockdown light Ende November wieder „normal“ weitergeht, kann sich der Oberbürgermeister nicht vorstellen. „Wir müssen ein System finden, wie wir bis April durchhalten." Anneliese Lieb


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