Zwischen Neckar und Alb

„Wir wurden im Stich gelassen“

Brand Die Opfer des Feuers in den Häusern der Nürtinger Schafstraße stehen vor dem Nichts. In beiden Gebäuden sollen vor allem Menschen gelebt haben, die Sozialhilfe oder Hartz IV bekommen. Von Matthäus Klemke

Oliver Greiner fühlt sich im Stich gelassen.
Oliver Greiner lebt seit dem Brandin einer Obdachlosenunterkunft in Reudern. Foto: Matthäus Klemke

Oliver Greiner hat die Mütze tief ins Gesicht gezogen, seine Arme sind verschränkt, der Blick geht ins Leere. „Die Nacht war wieder kurz. Seit dem Feuer schlafe ich kaum noch.“ Albträume plagen den Mann, der fünf Monate in der Schafstraße 2 und anschließend drei Monate im Nachbarhaus, in der Schafstraße 4, gewohnt hat. Beide Häuser standen vor fast vier Wochen in Flammen. Zwei Menschen sind bei dem ersten Brand in der Schafstraße 2 ums Leben gekommen. „Ich war vom Feuer eingeschlossen in meinem Zimmer“, erinnert ...

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Die Stadt Nürtingen weist Vorwürfe zurück

Dass man den Leuten zu wenig helfe, bestreitet die Stadt: „Sowohl seitens des Landkreises wie auch der Stadt flossen unverzüglich erste Zahlungen aus sogenannten Nottöpfen“, heißt es dort. „Das Jobcenter wurde informiert, damit alle nötigen finanziellen Soforthilfen eingeleitet werden.“ Zu den Zuständen in der Notunterkunft in Reudern schreibt Pressesprecher Clint Metzger, dass nach dem Brand rasches Handeln gefragt war. „Die Unterbringung in Reudern ist nicht als dauerhafte Lösung angedacht, sondern eine Notunterkunft. Die Opfer der Hausbrände sollen dort vorübergehend wohnen können, bis sie wieder eine eigene Wohnung beziehen können.“ Um den Leuten zu helfen, bereite die Stadt derzeit einen Aufruf vor, um Vermieter zu finden, die bereit sind, an die Betroffenen Wohnraum zu vermieten.

Warum sind noch keine Gelder vom Spendenkonto geflossen? „Dies war bisher noch nicht möglich, da die Mitarbeiterinnen des Sozialen Dienstes erst den Bedarf bei den Betroffenen abklären mussten, damit die Hilfe zielgerichtet erfolgen kann“, so Clint Metzger. Für Lebensmitteleinkäufe werden die Opfer mit Einkaufsgutscheinen von Supermärkten und Discountern versorgt. mk