Weilheim. Die Partie begann für das Team von Trainer Björn Kluger optimal. Nach einer wunderbar gespielten Kombination ging der TSVW durch Lisa Straub mit 1:0 in Führung (12.). Ein Treffer, der eher lähmte als beflügelte. Die Folge daraus war, dass die Weilheimerinnen viele Zweikämpfe verloren und auch häufig die letzte Konsequenz und Passgenauigkeit bei Offensivaktionen fehlte. Fehlpässe schlichen sich ein und ein gewisser „Schlendrian“.
Die Gäste aus dem Landkreis Böblingen waren spielerisch zwar unterlegen, reagierten jedoch blitzschnell bei zwei Fehlpässen der Gastgeberinnen, münzten beide Geschenke in Tore um. So marschierten die Weilheimerinnen mit grimmigen Mienen und einem 1:2-Rückstand in die Kabine. Die Ansprache in der Halbzeit zeigte Wirkung. Der TSVW ging entschlossener zur Sache und spielte fast pausenlos Richtung Grafenauer Tor. Doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Im Gegenteil: Nach einem Konter markierten die Gäste das 3:1 (88.).
„Ich bin sprachlos. Das Team hat nichts von dem umgesetzt, was wir wochenlang im Training geübt haben“, kritisierte der TSVW-Coach, schränkte allerdings ein, dass seine Mannschaft aktuell immerhin fünf verletzte Spielerinnen habe. „Man spürte enormen Druck und Angst im Team“, betonte Kluger. Der Trainer kündigte an, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Glück für die Weilheimerinnen: Die Konkurrenz im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz patzte ebenfalls überwiegend. Allerdings fiel der TSV Weilheim durch die Heimpleite auf Platz acht zurück.bkl
