Kirchheim. Neben Maximilian Müller bekam diesmal auch Christoph Glaser aus der „Zweiten“ einen Platz auf der Bank, da Simon Latzel immer noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Von Beginn an war die Partie hart umkämpft, wobei beide Abwehrreihen nicht gerade stabil standen. Trotzdem kam der VfL zunächst etwas besser ins Spiel. Obwohl die Kirchheimer Führung zunächst nur bei ein oder zwei Toren lag, nahm TSV-Trainer Andreas Rascher nach knapp elf Minuten eine Auszeit. Folge war nach dieser relativ kurzen Spieldauer eine frühe Manndeckung gegen Roman Keller und Robin Habermeier – die stellte den Rest der Mannschaft schon früh vor eine neue Aufgabe. Diese löste der VfL anfänglich überhaupt nicht gut und Bartenbach kam wieder heran.
Dann aber gab es eine doppelte Zeitstrafe gegen den VfL – für Fabian Smetak und Julian Mikolaj wegen Meckerns. Diese Unterzahl beendete der VfL kurioserweise mit 2:0 Toren und VfL-Coach Ralf Wagner nahm kurz vor dem Auffüllen seine Auszeit. Was auch immer er seinen Spielern mit auf den Weg gab, sie schienen nicht zugehört zu haben. Nach dem 13:9 kam Bartenbach auf 15:15 heran. Die VfL-Abwehr hatte große Probleme mit den beweglichen Spielern des TSV. Oft über einen zweiten Kreisläufer, aber meistens über den Rückraum, kam Bartenbach immer wieder zu leichten Toren. Im Angriff konnte zunächst nur Fabian Smetak durch Einzelaktionen den VfL im Spiel halten, und so drehte das Spiel von einer Vier-Tore-Führung bis zur Halbzeit auf einen Drei-Tore-Rückstand zum 18:21. Auch nach der Halbzeit ging es für den VfL zunächst nicht gerade positiv weiter, doch dann ging beim 21:24 ein Ruck durch die Mannschaft. Der engagierte Auftritt von Alex Späth sorgte für neuen Wind im Angriff und gab dem VfL wieder Auftrieb. Auch die Abwehr stabilisierte sich zusehends und konnte mithilfe ihrer beiden Torhüter immer mehr Torchancen der Bartenbacher entschärfen.
So kam der VfL zurück ins Spiel, und wie: Mit ordentlich Wut im Bauch ging der VfL wieder in Führung und konnte sich zwischenzeitlich sogar auf vier Tore absetzen (31:27). Dann noch einmal ein Einbruch, der dem TSV den Anschlusstreffer ermöglichte. In den Schlussminuten zeigte der VfL aber wieder, was ihn in den letzten Spielen so stark machte. Unheimlich abgezockt zog der VfL innerhalb kürzester Zeit davon und preschte von 31:30 über 34:30 auf 38:31 weg. Die Schlussminuten waren dann nur noch ein Schaulaufen, bei dem die Zuschauer gewissermaßen Party machten. Letztlich konnten sich nach dem Schlusspfiff alle VfL-Spieler über den Klassenerhalt freuen und erstmal durchatmen.rh
VfL Kirchheim: Oßwald, Pisch – S. Smetak, Latzel (4), Keller (6/1), Richter (5), Real, F. Smetak (6), Lehmann (5), Glaser, Mikolaj (4), Späth (4), Müller, Habermeier (7).
TSV Bartenbach: Dannenmann, Betz - Leischner (2), Stadelmaier (1), Czechtizky (10), Skutta (5/2), Paulik (2), Bächle (9), Schweizer, Winkler (1).
