Aldingen. Auch mit Neuzugang Marco Castello gelang den Handballern des VfL Kirchheim nicht die erhoffte Wende. Nach der Niederlage beim Aldinger Gemeinde-Club TV Aixheim behalten sie die Rote Laterne.
Von Beginn an zeichnete sich, wie erwartet, eine umkämpfte Partie ab. Keine der beiden Mannschaften konnte sich einen klaren Vorteil erspielen, und so egalisierten sich die abstiegsbedrohten Teams bis zur zehnten Minute. Dann waren es zunächst die Gastgeber, die sich mit zwei Toren zum 5:3 absetzen konnten. Doch die Kirchheimer kämpften sich zurück in das Spiel und glichen nach 20 Minuten wieder aus (9:9). Kurz vor der Halbzeit gelang der Truppe von VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil sogar die Führung zum 13:12 und sie behielt diese bis zur Pause (14:13).
In der zweiten Hälfte bot sich den Augen der zahlreich mitgereisten VfL-Anhänger, die ihre Mannschaft lautstark unterstützten, zunächst ein unverändertes Bild. Aixheim glich aus und der VfL legte vor. In der 38. Minute schafften es die Kirchheimer erstmals, sich einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erarbeiten (20:18). In dieser Phase überzeugte der VfL durch eine geschlossen starke Mannschaftsleistung.
Doch wie schon in den vergangenen Spielen geriet der Spielfluss der Tecksieben plötzlich ins Stocken und man lud die Gastgeber durch vermeidbare Fehler zu Tempogegenstößen ein, welche der TV Aixheim eiskalt ausnutzte. Auch die Abwehr der Kirchheimer bekam nun keinen Zugriff mehr auf die Offensive der Gegner. Folglich ging der TVA mit 26:23 in Führung. Angetrieben von der hitzigen Atmosphäre in der Aixheimer Halle bekam das Spiel zusehends aggressive Elementen, welche den VfL schlussendlich komplett aus dem Konzept brachten und zusätzlich in einer Roten Karte gegen Tim Oßwald eine Minute vor Spielende gipfelten.
Die Kirchheimer mussten somit eine erneut bittere 28:32-Niederlage im Kampf um den Klassenerhalt einstecken. Im nächsten Heimspiel erwartet der VfL mit der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell einen weiteren direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller.ol
VfL Kirchheim: Oßwald, O. Latzel – S. Latzel (3), Smetak (7/3), Mikolaj (2/1), Späth, Krempler (4/1), Castello (1), Schwarzbauer, Müller (2), Real (3), Schorr, Rudolph (1), Kuchenbaur (5)
Torstationen: 0:1, 3:2, 5:3, 9:9, 12:13, 13:14 - 15:15, 15:17, 20:20, 22:20, 23:23, 26:23, 28:24, 32:28