Kirchheim. Im Viertelfinale des Fußball-Bezirkspokals, das am heutigen Gründonnerstag und am Ostersamstag ausgetragen wird, ist der AC Catania Kirchheim der einzig verbliebene Verein aus der Teckregion. Unter den letzten acht Mannschaften sind mit dem FV Neuhausen, dem FC Frickenhausen und der TSG Salach noch drei Bezirksligisten vertreten. Dazu kommen die vier A-Ligisten AC Catania Kirchheim, SGM Aichtal, SGM Höllbach und SC Geislingen II sowie B-Ligist TSV Linsenhofen.
Die Elf von Spielertrainer Cosimo Attorre spielt am Samstag um 18 Uhr gegen die TSG Salach. „Dieses Pokalspiel ist eine Delikatesse für jeden Fußballliebhaber“, hofft der AC-Trainer auf eine große Zuschauerkulisse. Von der sportlichen Seite ist für den Catania-Coach die TSG Salach der klare Favorit: „Wir werden uns nicht verstecken, aber uns ist schon bewusst, dass wir die Außenseiterrolle annehmen müssen.“
Dass die 0:3-Niederlage am vergangenen Sonntag beim TV Neidlingen negative Auswirkungen auf seine Spieler haben könnte, befürchtet Attorre nicht: „Uns ist auch einmal ein schlechter Tag gestattet“, sagt er, „wir sind Menschen und keine Maschinen.“
Obwohl der Aufstieg in die Bezirksliga für den 39-Jährigen oberste Priorität hat, wird es bei der Aufstellung für das Pokalmatch keine Experimente geben. „Wenn man so weit gekommen ist, will man auch das Finale erreichen“, gibt sich Attorre gewohnt angriffslustig.
Die Anfrage der TSG Salach, die Begegnung unter die Woche zu verlegen, wurde vom AC-Coach übrigens abgelehnt: „Wir haben zu viele Schichtarbeiter. Ich habe lieber alle Mann an Bord als ein Spiel unter der Woche, bei dem sicherlich mehr Zuschauer gekommen wären.“ In der letzten Pokalrunde schaffte es der AC Catania Kirchheim ebenfalls bis ins Viertelfinale, scheiterte aber dort mit 2:4 am späteren Pokalsieger SV Ebersbach.
Die TSG Salach ist die Mannschaft der Stunde in der Bezirksliga. In der Rückrundentabelle steht der Aufsteiger auf dem ersten Tabellenplatz. „Wir haben viel aus der Vorrunde gelernt und einige taktische Umstellungen gemacht“, ist für den Salacher Spielertrainer Kai Gehrung der sportliche Aufwärtstrend nicht überraschend. Am Ostersamstag erwartet der TSG-Coach ein hartes Stück Arbeit: „Der AC Catania ist eine sehr gute Mannschaft, die aufsteigen will und uns sicherlich alles abverlangen wird.“
Dabei kann der Salacher Übungsleiter nicht ganz aus dem Vollen schöpfen, denn drei Spieler sind im Osterurlaub. Für die Salacher ist der Anreiz groß, erneut das Bezirkspokalendspiel zu erreichen. Im letztjährigen Finale unterlag der damalige A-Ligist nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 gegen den SV Ebersbach. „Wir wollen versuchen, es in diesem Jahr besser zu machen“, verspricht der TSG-Trainer.
Parrottas Pokalschreck
Der TSV Linsenhofen hat sich im laufenden Wettbewerb zum Pokalschreck gemausert. Der einzig verbliebene B-Ligist besiegte in der dritten Runde den Bezirksligisten FV Plochingen, ehe im Achtelfinale mit Türkspor Nürtingen ein weiterer Bezirksligist aus dem Wettbewerb gekegelt werden konnte. „Für den Verein ist das eine tolle Sache“, ist der Linsenhofener Trainer Marco Parrotta begeistert von seinem Team. Was der ehemalige Landesligaspieler des TSV Weilheim etwas schade findet, dass ihm für die Partie am Samstag gegen den SC Geislingen II nicht alle Spieler zur Verfügung stehen: „Wir freuen uns auf das Pokalspiel, haben aber leider einige verletzte Spieler.“ Nicht nur deshalb ist für den 36-Jährigen die zweite Geislinger Mannschaft der klare Favorit. Die Gäste stehen in der Kreisliga A, Staffel 3, auf dem vierten Tabellenplatz, mit vier Punkten Rückstand zur Spitze.
In der dritten Begegnung zwischen dem A-Ligisten SGM Höllbach und Bezirksligaspitzenreiter FV Neuhausen sind die Kräfteverhältnisse klar verteilt – oder etwa nicht? „Auf dem Papier sieht alles einfach aus, aber in Pokalspielen setzten die vermeintlich schwächeren Mannschaften ungeahnte Kräfte frei“, weiß der Neuhausener Spielertrainer Ugur Yilmaz, der gegenüber dem letzten Spiel keine großen personellen Veränderungen vornehmen will: „Es werden zwei Spieler dazukommen, die in den vergangenen Wochen nah dran an der Anfangsformation waren.“
Bereits heute Abend wird das Viertelfinale mit der Partie zwischen A-Ligist SGM Aichtal und dem FC Frickenhausen eröffnet. Nachdem der Bezirksligist aus dem Neuffener Tal seine kleine Negativserie am vergangenen Sonntag mit einem 2:1 beim TSV Jesingen beendet hatte, will der Frickenhausener Trainer Jochen Uhl nun unbedingt auch das Halbfinale erreichen.

