Kreisliga A: Spitzenreiter SGEH empfängt Tabellendritten aus Kirchheim
Alle drücken der TG die Daumen

Richtungsweisender Spieltag in der Kreisliga A: Sollte Tabellenführer SGEH am Sonntag das Spitzenspiel gegen Verfolger TG Kirchheim gewinnen, ist den Älb­lern die „Herbstmeisterschaft“ kaum noch zu nehmen – die halbe Liga wird damit zwangsläufig zu TG-Daumendrückern.

Erkenbrechtsweiler. Großen Anteil am fulminanten Saisonstart der SGEH mit acht Siegen aus acht Spielen hat Trainer Pedro Pereira, der neben der körperlichen Ertüchtigung auch auf die Psyche der Spieler eingeht. „Die Aufgabe wird sein, meine Spieler mental auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.“ Deshalb ist es Pereira lieber, wenn seine Mannschaft gegen ein vermeintlich stärkeres Team spielt, damit die Konzentration hochgehalten wird.

Ob die TG stärker ist, sei dahingestellt. Fakt vor dem Gastspiel bei der SGEH ist jedoch, dass das Selbstvertrauen der Kirchheimer nach vier Siegen in Folge und einem Torverhältnis von 24:2 gewaltig ist. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt TG-Trainer Goran Popovic, der auf einen Punktgewinn bei der SGEH spekuliert. Meisterschaft oder Relegation sind bei den Verantwortlichen in Kirchheim offenbar (noch) kein Thema. „Mit unseren vielen Neuzugängen und jungen Spielern muss die Mannschaft erst richtig zusammenwachsen“, erklärt Popovic.

Um den ersten Tabellenplatz nicht ganz aus den Augen zu verlieren, dürfen sich die SF Dettingen bei vier Punkten Rückstand auf die SGEH nicht mehr viele Ausrutscher erlauben. Vor allem der unnötige Punktverlust im letzten Auswärtsspiel beim TSV Weilheim II (1:1) ärgert den Dettinger Trainer Oliver Klingler immer noch: „Wir haben in dieser Partie eine Vielzahl von Torchancen nicht nut­zen können.“ Dass es beim Bezirksliga-Absteiger noch nicht so läuft, wie es sich viele vorgestellt hatten, liegt auch am Verletzungspech. „Ich habe in dieser Runde nicht ein einziges Mal meine Wunschformation aufbieten können“, klagt der SFD-Trainer. Am Sonntag beim TSV Beuren muss der Dettinger Übungsleiter wieder einmal auf sechs Spieler verzichten, was ihm selbst einen Einsatz abverlangen könnte. „Vielleicht muss ich als Auswechselspieler auf der Bank Platz nehmen“, sagt Klingler. Trotz der Personalprobleme zählt beim Tabellenelften nur ein Sieg.

Vor einer durchaus lösbaren Aufgabe steht der TSV Jesingen im Heimspiel gegen den TV Bempflingen. Die Elf von den Lehenäckern hat in dieser Saison gerade zu Hause überzeugen können, holte aus den bisherigen fünf Heimspielen 13 Zähler.

Damit die ersten beiden Tabellenplätze nicht in weite Ferne rücken, zählt für den TSV Weilheim II beim TSV Raidwangen nur ein Sieg. Leicht wird‘s nicht, denn auch für die Gastgeber, die vor der Saison als Aufstiegsfavorit gehandelt wurden, zählt nach dem durchwachsenen Rundenstart ebenfalls nur ein Sieg.

Nach der deutlichen 1:6-Niederlage bei den SF Dettingen ist beim TSV Holzmaden Wiedergutmachung angesagt. Mit einem Heimsieg gegen den TSV Altdorf winkt der Sprung auf den siebten Tabellenplatz.

Im Tabellenkeller warten der TV Unterlenningen und der TSV Grafenberg nach acht Spielen immer noch auf den ersten Saisonsieg. Nach dem ersten kleinen Erfolgserlebnis (1:1 beim TV Bempflingen) erhofft sich der neue Unterlenninger Spielertrainer Timo Reinhofer, dass sich in den nächsten Spielen der Aufwärtstrend fortsetzt. „Die Moral in meiner Mannschaft stimmt, die Trainingsbeteiligung ist gut. Ich hoffe nur, dass das nötige Glück auch wieder zurückkehrt“, so Reinhofer. Beim VfB Neuf­fen wäre ein erneuter Punktgewinn schon ein kleiner Erfolg.

Für den TSV Grafenberg stehen die Chancen nicht schlecht, gegen die TSuGV Großbettlingen endlich den ersten Saisonsieg zu feiern. Der Lohn dafür wäre, dass die Gastgeber den letzten Tabellenplatz verlassen.kdl