Altshausen. Trotz allgegenwärtiger Faschings-Vorfreuden war den VfL-Akteuren die Anspannung vor dem Spiel anzumerken: Absteigerzahl (drei) und die sehr ausgeglichene Tabellensituation lässt nach wie vor fast die gesamte Liga zittern. „Das ist ein Vier-Punkte-Spiel“, mahnte deshalb Routinier Klaus Hummel seine Mannen vor dem Gegner, der zuletzt wieder Morgenluft im Abstiegskampf geschnuppert hatte. Beide Teams traten in ihren Stammformationen an. Neben dem in Bregenz lebenden Niedermaier zählen weitere drei tschechische Landsmänner zur Formation des Altshausener Sextetts.
Mit einer Überraschung warteten die Oberschwaben bei ihren Doppelbenennungen auf: Mit Niedermaier/Jagst wurde das mittlere Paarkreuz als Spitzenduo nominiert, die beiden Spitzenspieler auf Doppel zwei und drei verteilt, sodass alle drei Paarungen mit Aufstellungszahlsumme „sieben“ formell gleichwertig stark anzusehen waren. Nach kurzer Irritation bei den Kirchheimern ließen diese sich (in den bewährten Paarungen) aber nicht aus dem Konzept bringen und zogen den Gastgebern sofort den Zahn – die 3:0-Führung sollte die Basis für einen erfolgreichen Spätnachmittag werden.
Die Anfangseuphorie der VfL-Akteure hielt nicht lange an. Sowohl Alshausens Petr Ocko (gegen Geßner) als auch Mitspieler Petr Polyak (im Entscheidungssatz gegen Klyeisen) verkürzten – ebenso wie der konzentriert agierende Niedermaier, der mit seinem Sieg gegen Michael Hohl sogar den Ausgleich herstellte. Im hinteren Paarkreuz rechneten sich die Kirchheimer leichte Vorteile aus, nachdem der derzeit in überragender Verfassung befindliche Christian Übelhör den VfL wieder in Führung brachte. Nach etwas zögerlichem Start gewann der Frickenhausener, zusammen mit Freundin Lisa nach Wellness-Urlaub fast direkt zum Auswärtsspiel angereist, im Entscheidungssatz gegen Wolfgang Jagst. Keine Chance ließen dann Klaus Hummel und Patrick Strauch bei ihren 3:0-Siegen den Abwehrspielern Dr. Wahl sowie Kriz, sodass es mit einer 6:3-Führung in die zweiten Einzelpartien ging. Zwei spielerisch und kämpferisch hochwertige Begegnungen zeigten dann die VfL-Youngsters. Michael Klyeisen haderte nach 2:1-Satzführung und späterem Matchball etwas zu viel gegen Ocko und musste letztendlich resigniert nach Entscheidungssatz (11:13) dem Gegner gratulieren. Einen super Start erwischte Simon Geßner gegen Polyak. Nach 2:0-Führung musste aber auch er in den Entscheidungssatz, den er nervenstark und überglücklich für sich entschied. Michael Hohl fand gegen den unangenehm agierenden Block-Schuss-Spieler Jagst und dessen Aufschläge kein Rezept, während Übelhör gegen Niedermaier eine tolle Partie zeigte und seinen zweiten Einzelsieg einfuhr. Dem machte es der zuletzt in schwacher Form befindliche Hummel gleich und holte ebenfalls seinen zweiten Tagessieg. Er machte damit den 9:5-Gesamterfolg klar.
Mit nunmehr 16:16 Punkten bleiben die VfL-Cracks auf Tabellenrang fünf und können relativ entspannt den verbleibenden Begegnungen entgegensehen.kh
