Basketball-Oberliga: VfL verliert letztes Saisonspiel
Auch beim Abschied dieselben Fehler

In ihrem letzten Oberligaspiel haben die VfL-Basketballer 57:65 gegen die TS Göppingen verloren – wieder einmal war mehr drin, wieder einmal reichte es nicht.

Kirchheim. Ohne Chara Kirikidis, der es doch nicht rechtzeitig von der Abihütte nach Kirchheim geschafft hatte, und ohne den erkälteten Chris Reza ging das Team den letzten Oberliga-Auftritt an. Der Gast, die Turnerschaft Göppingen, wusste, dass die Chance auf Platz zwei dahin war: Der TV Derendingen hatte am Samstagabend beim TV Konstanz II mit 84:74 gewonnen, damit war der zweite Platz und die Relegation für die zweite Regionalliga für Göp­pingen außer Reichweite.

Dementsprechend uninspiriert agierte das Team von Luba Petkovic dann auch in den ersten zehn Minuten. Kirchheim, in der Saison mit erst zwei Siegen, gegen den Lokalrivalen aber besonders motiviert, riss zwar auch keine größeren Bäume aus, der Wille aber war da. So stand es nach dem ersten Viertel 24:18 für den VfL, sechs verschiedene Spieler hatten gepunktet – es war eines der produktivsten Viertel der gesamten Saison. Nach dem 26:18 kam aber erstmals Sand ins Getriebe. Ein paar leicht vergebene Korbleger, die eine oder andere Unaufmerksamkeit in der Defensive: Göppingen glich zum 26:26 (15.) aus. Der VfL berappelte sich aber, und wenn nicht Marsel Sibinovic, der es die komplette Woche über nicht ins Training geschafft hatte, nicht vier von fünf Freiwürfen vergeben hätte, wäre das Pausenergebnis von 32:31 noch günstiger ausgefallen.

Aus der Kabine kam dann Göppingen eher so, wie man sich ein Spitzenteam der Oberliga vorstellt: Deutlich aggressiver in der Abwehr vor allem. Und das zeigte die Grenzen des Schlusslichts. Mindestens 20 Ballverluste des VfL prägten die zweiten 20 Minuten – da war der so ersehnte Sieg natürlich bald immer weiter weg. Dennoch wehrte sich Kirchheim, holte immer wieder auf. So zum Beispiel vom 44:52 (29.) zum 48:54 (31.)

Das letzte Viertel begann dann mit sieben verballerten Freiwürfen auf beiden Seiten, dann traf Göppingen zum 48:56. Sibinovic weckte noch eine klitzekleine Hoffnung mit zwei Dreiern zum 56:60 (38.), doch die Gäste trafen zum 56:63 ebenfalls aus dem Drei-Punkte-Land zur Vorentscheidung.

Pasko Tomic wollte seiner Mannschaft trotz der vergebenen Chance keinen Vorwurf machen: „Es war ja wie fast immer, es sind immer die gleichen Fehler: Leicht vergebene Chancen, viel zu viele Ballverluste.“

Was aus dem Team in der kommenden Landesliga-Saison wird, muss nun in den nächsten Wochen besprochen werden. Es zeichnet sich ab, dass der Coach dann möglicherweise nicht mehr Pasko Tomic heißen wird. Zumindest hat sich der Kroate in den vergangenen Tagen dementsprechend geäußert.ut

VfL Kirchheim: M.Beck (3/1), C.Bozic (5), Eberle (9), Gritschke (2), Reichmuth (4), Schlipf, Schraml (13/2), Sibinovic (17/2), M.Wanzke (2).