Basketball 2. Liga
Auf den Fehlstart folgt ein Feuerwerk

Dank einer beeindruckenden Aufholjagd haben die Kirchheim Knights das Spitzenspiel am Samstag gegen Heidelberg mit 72:64 gewonnen.

CJ Hines in Bedrängnis: Der Point Guard der Knights hat am Ende die entscheidenden Punkte verwandelt und für eine Zwölf-Punkte-F
CJ Hines in Bedrängnis: Der Point Guard der Knights hat am Ende die entscheidenden Punkte verwandelt und für eine Zwölf-Punkte-Fühirung gesorgt.  Foto: Eibner/Davide Di Giovanni

Alles war angerichtet für das 7. Saisonspiel der Knights am Halloween-Abend in der Sporthalle Stadtmitte. Die Kirchheimer wollten ihre weiße Weste behalten, hatten mit dem Tabellendritten Heidelberg aber einen echten Brocken zu Gast. Ähnlich wie in den Vorwochen musste auch dieses Mal Head Coach Igor Perovic auf einen seiner Akteure verzichten. Nachdem Nico Bretzel gegen Essen seine bislang beste Saisonleistung zeigen konnte, hatte sich der 2,12 Meter große Center im Montagstraining am Sprunggelenk verletzt. „Es handelt sich um keine schwerwiegende Verletzung, aber das Spiel gegen Heidelberg kam für ihn zu früh“, erklärt Sportchef Chris Schmidt.

Das Warm-up konnte der 27-Jährige absolvieren. Und die Ritter hätten ihn zu Spielbeginn gut gebrauchen können, denn da dominierte zunächst ein ehemaliger Teckstädter. Heidelbergs Nick Muszynski erzielte die ersten acht Heidelberger Punkte und damit einen weniger als das gesamte Ritterteam in den ersten zehn Minuten. Somit sorgte er für eine frühe Führung der Gäste.

Die Hausherren fanden nur schleppend ins Spiel. Offensiv wollte wenig gelingen, und defensiv fehlte der entscheidende Zugriff. Folgerichtig ging es mit einem 9:22-Rückstand in die erste Viertelpause. Mit zunehmender Spieldauer änderte sich der Auftritt der Kreisbau Kirchheim Knights sichtlich. Chrissi Phillips und Paul Viefhues brachten enorm viel Energie von der Bank und Punkt für Punkt kamen die Schwaben näher heran.

Kurz vor der Pause gelang der komplette Turnaround und man ging mit einem knappen 38:40-Rückstand in die Halbzeit. Dort schien Head Coach Igor Perovic die richtigen Worte gefunden zu haben. Erneut waren es die Intensität und Energie, die die Ritter aufs Parkett brachten und das Spielgeschehen dominierten. Offensiv lief es weiterhin nicht allzu rund, doch in der Defensive ließen die Kreisbau Knights nun kaum mehr etwas zu.

Für jeden Punkt mussten die Heidelberger hart arbeiten. Der zunächst unglücklich agierende Lukas Zerner wuchs über sich hinaus und brachte Kontrolle über die eigene Zone. Die Heidelberger hielten ihrerseits in der Verteidigung dagegen und das Spiel blieb eng (55:58). Die Entscheidung sollte im Schlussviertel fallen, und da schlug die Stunde von Point Guard CJ Hines. Der US-Amerikaner erzielte im letzten Abschnitt zehn Punkte. Ein persönlicher 5:0-Lauf des 24-Jährigen sorgte für eine Zwölf-Punkte-Führung seiner Mannschaft fünf Minuten vor Schluss.

Das Publikum war nun voll da, unterstützte sein Team lautstark und die Korbjäger entschieden nun die Schlüsselaktionen für sich. Ein Offensivrebound plus anschließendes Drei-Punkte-Spiel von Tyrel Morgan war sinnbildlich für die Kirchheimer Einstellung an diesem Abend. „Wir haben schlecht angefangen. Waren zögerlich und zurückhaltend. Als wir das abgelegt hatten, haben wir uns den Sieg redlich verdient“, sagte Knights-Head-Coach Igor Perovic nach Spielende. In der Tabelle bleiben die Kreisbau Kirchheim Knights auf Platz eins. Mit 24 Punkten wurde Shooting Guard Desmond Watson Topscorer der Partie. Ebenfalls zweistellig punkteten Hines (13) und Phillips (11). Die Ritter haben nun eine etwas längere Pause, da das kommende Spiel erst am Montag, 9. November, in Koblenz stattfindet. Dann jedoch warten drei Partien innerhalb von sechs Tagen auf die Teckstädter. cs

So haben sie gespielt

Kirchheim Knights: Alston (2 Punkte), Hines (13, 6 Rebounds), Viefhues (6), Watson (24), Phillips (11), Patrick (2), Zerner (0, 8 RB), Morgan (9), Wolf (5, 8 RB, 7 AS)