Irgendwo zwischen Platz drei und sechs landen – das wünscht sich Trainer Dominik Eberle für sein junges Team, das sich nach dem Aufstieg in die 2. Basketball-Regionalliga dort in der ersten Saison besser behauptet hat als erwartet. „Nach der etwas schwierigen Zeit um Weihnachten herum lief es richtig gut“, erinnert sich Eberle. Seine Spieler hätten sich nach der Aufstiegssaison erstmal wieder daran gewöhnen mussen wie es ist, ein, oder auch mal zwei Spiele in Folge zu verlieren. „Das kannten die ja gar nicht mehr.“ Und während die anderen Aufsteiger direkt wieder runter mussten, haben es sich die Kirchheimer in der neuen Umgebung gemütlich gemacht.
Nun steht also die zweite Saison in der 2. Regionalliga bevor. Am Sonntag kreuzen um 17.30 Uhr die PS Karlsruhe Lions auf. „Das ist wie wir ein Pro-A-Farmteam, bei dem man nicht genau weiß, wer spielen wird“, sagt der Coach. Am 10. August hat er seine Spieler zum ersten Mal nach der Pause wieder zum Training gebeten. „Wir haben bis jetzt durchtrainiert, zum Teil auch jeden Tag. Seit vergangener Woche ist wieder Regelbetrieb mit zweimal Training die Woche“, berichtet Dominik Eberle. Dreimal waren die Spieler auch im Freibad. „Ist schon spannend die Spieler im Wasser zu sehen. Da ist die Beanspruchung doch ganz anders als beim Laufen.“ Ein Volleyballturnier sorgte ebenfalls für Kurzweil udn Abwechslung während der Vorbereitung.
Nach der Ausdauer stand natürlich auch die Taktik im Fokus. Spielpraxis sammelte das Team zuletzt in mehreren Testspielen. Gegen die klassenhöheren Reutlinger unterlag der VfL mit 51:62, bei einem Turnier in Göppingen gab es in der Verlängerung gegenStuttgart eine Niederlage und gegen Illertal einen Sieg. Und am Wochenende spielte der VfL bei einem Turnier in Stuttgart. „Dort haben sich die Spieler deutlich gesteigert“, freut sich der Coach.
Größere Umstellungen musste Dominik Eberle nicht vornehmen, da die Leistungsträger im Team geblieben sind. Während Julian Auerbach und Tiziano Palmieri den Verein bereits während der Saison verlassen hatten, kam lediglich David Volz als Abgang hinzu. Ihn hat es in die USA gezogen. Neu im Team sind dafür der 18-jährige Levi Weng, der zuvor in Tübingen gespielt hat, sowie der 21-jährige David Matesic, der bei den Titans aus Stuttgart aktiv war. Der eine oder andere im Kader ist NBBL-Kooperations-Spieler, kommt also auch im Nachwuchsteam der Knights zum Einsatz. „Unser neuer Jugendkoordinator Felix Jung hat die Spiele in dieser Saison aber so gut gelegt, dass wir eigentlich keine größeren Überschneidungen haben dürften“, hofft Eberle, so oft wie möglich auf den kompletten Kader zurückgreifen zu können. Sein Team gehört nach wie vor zu den Jüngsten der Liga. „Wir haben drei Spieler, die älter als 25 Jahre sind, die restlichen sind jünger.“
Nichts desto trotz möchte der Coach in der kommenden Spielzeit wenn möglich zwei, drei Siege mehr holen, und am Ende einen Platz zwischen drei und sechs ergattern. „Ich denke das Potential hat die Mannschaft auf jeden Fall.“ Die Konkzurrenz schläft natürlich ebenfalls nicht. Für Eberle sind die Favoriten der Liga nicht ganz einfach auszumachen. „Grundsätzlich gehören ja immer die Absteiger zu den stärkeren. Und bei den Tigers Tübingen weiß man nie so genau, was einen erwartet. Und bei Remseck hat man in der vergangenen Saison gesehen, dass das Team gut eingespielt ist. Daneben werden die Heilbronner versuchen, eine gute Rolle zu spielen“, zählt Eberle auf. Gleichtes gilt für sein Team, das am liebsten gleich mit einem Sieg in die Saison einsteigen würde.
Hallenöffnung am Sonntag ist bereits um 13.30 Uhr, ehe von 14 bis 16.30 Uhr für den Basketball-Nachwuchs ein Season-Opening mit Basketball-Aktionen und Fotoshootings stattfindet. Um 17.30 Uhr beginnt das Regionalliga-Spiel gegen die PS Karlsruhe Lions II.
So wollen sie spielen:
VfL Kirchheim: Axel Bezler, Nil Failenschmid Clavera, Mirsad Haziri, Andreas Nicklaus, Edolind Paqarada, Edonis Paqarada, Giuseppe Seggio, Alex Stief, Emre Tülü, Marco Wanzke, Neil Schwanenberg, Levi Weng, David Matesic

