Dettingen. Nach den beiden überraschenden Siegen ziehen die Dettinger Volleyballer an Rottenburg vorbei auf Platz zwei. Bevor es in die wohl verdiente Weihnachtspause geht, müssen die TTV-Männer am 15. Dezember noch zur TSG Eislingen. Trainer Klaudius Scheufele dazu: „Mit der Leistung vom Wochenende kann die Mannschaft jeden in der Liga schlagen. Aber unser Ziel bleibt der ungefährdete Klassenerhalt. Jetzt haben wir den nötigen Abstand nach unten.“
Tabellenführer VfB Ulm II war als Favorit nach Dettingen gekommen. Sieben Spiele, sieben Siege und nur zwei Satzverluste standen in der Bilanz des Gegners. Doch die Dettinger hatten nichts zu verlieren, legten durch vier starke Aufschläge von Stephan Lehmann vor. Das zwang die Ulmer zu zwei frühen Auszeiten, die ihnen am Ende des Satzes fehlen sollten. Bereits vor Anpfiff des Spiels wurden die Dettinger von ihrem Trainer Klaudius Scheufele angewiesen, vor allem in der Mitte einen Block zu stellen. Diese Taktik ging auf und man nahm den Ulmer Angreifern bei nahezu jedem Angriff die Chance, über die Mitte zu punkten. Besonders Dettingens Kapitän Holger Tratt überzeugte durch seine konsequente Blockarbeit. Einziger Wermutstropfen war die Verwertung der eigenen Aufschläge. Zu viele Bälle des TTV gingen ins Aus, sodass es am Ende ein knapper, aber verdienter 25:23-Satzgewinn war.
Im zweiten Satz musste Dettingen dann einen von zwei Satzverlusten des Spieltags einstecken. Ulm fand zunehmend besser ins Spiel und konnte in diesem Durchgang nun seinerseits durch gute Blockarbeit Punkte holen. Eine Blockserie von sechs Punkten in der Mitte des Satzes besiegelte den Satzverlust.
Doch dadurch ließ sich die Mannschaft von Trainer Scheufele nicht beeindrucken. Ein variables Zuspiel und gut gespielte Angriffe durch Außenangreifer Thomas Frank zwangen die Ulmer in die Knie. Auch Jens Mäbert, der am Sonntag für den kurzfristig verhinderten Damian Dokla auf der Außenposition zum Einsatz kam, überzeugte. Lange Ballwechsel konnte Dettingen für sich entscheiden und brach damit die Gegenwehr des VfB. Logische Konsequenz: 25:18 für den TTV.
Im letzten Satz entwickelte sich noch mal ein Spiel auf hohem Niveau. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball. Doch am Ende hatte Dettingen den längeren Atem. Mit einem spektakulären Block beendete Jens Mäbert das Spiel gegen den Tabellenersten – 25:23 im Satz und 3:1 gewann Dettingen gegen den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter aus Ulm.
In der zweiten Partie gegen den Tabellenzweiten TV Rottenburg III konnten die Dettinger noch mal eine Schippe drauflegen. Zu Beginn des ersten Durchgangs noch müde, mussten die Herren allerdings erst einen weiteren knappen 23:25-Satzverlust hinnehmen.
Doch wieder kämpften sich die Gastgeber zurück. Coach Scheufele mobilisierte in der Satzpause noch mal die Kräfte seiner Mannschaft, was deutlich im Spielaufbau zu sehen war. Rottenburg konnte nicht mehr mithalten. Satz zwei ging mit 25:13 deutlich an die Dettinger. Im folgenden Satz war Rottenburg zwar konstanter in der Annahme, hatte aber den Angriffen von Michael Melzer nichts entgegenzusetzen. Zuspieler Lehmann fütterte seinen Diagonal-Angreifer mit Bällen, und Melzer verwandelte beinahe 100 Prozent davon. 25:20 für Dettingen im dritten Satz.
Im vierten Satz nochmals eine Demonstration des TTV. Wieder Michael Melzer im Angriff, wieder der starke Block und dazu eine Abwehr, die es dem Zuspieler leicht machte, die Angreifer in Szene zu setzen. 25:14 – und die Bundesligareserve aus Rottenburg war bedient.leh
TTV Dettingen: Frank, Mäbert, Kiedaisch, Hummel, Kolbus, Tratt, Ratzkowski, Babinger, Sick, Melzer, Lehmann