Der VfL Kirchheim II hat die Spitze fest im Auge – Bei der SGEH wächst der Druck
Ausrutschen verboten

Gelingt es dem VfL Kirchheim II seine Siegesserie fortzusetzen und den Relegationsplatz zu verteidigen? Das verrät der 22. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga. Unter Zugzwang steht die abstiegsgefährdete SGEH. Die Kicker von der Berghalbinsel empfangen im Kellerduell den TSV Neckartailfingen. Der AC Catania Kirchheim ist beim Landesliga­absteiger Dürnau zu Gast.

Kirchheim. 20:7 Tore und 15 Punkte in den letzten fünf Begegnungen – nicht umsonst kletterte der VfL Kirchheim II in der Bezirksliga mit inzwischen 49 Zählern auf den Relegationsplatz. Mit tollen Leistungen überzeugte der Oberliga-Nachwuchs von Stefan Hausmann und liegt aktuell nur noch vier Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Geislingen, der allerdings noch ein Spiel mehr zu bestreiten hat. Diesen Schwung will man beim VfL auch am Sonntag beibehalten, wenn der Tabellenvorletzte VfB Oberesslingen/Zell an der Jesinger Allee gas­tiert. Um den möglichen Meistertitel und den damit verbundenen direk­ten Landesligaaufstieg nicht aus den Augen zu verlieren, ist ein Sieg dabei Pflicht.

Wichtige Punkte im Abstiegskampf sammelte der AC Catania Kirchheim vergangenes Wochenende mit einem 3:1-Erfolg gegen Neuhausen. Die Elf von Cesare D´Agostino steht nach dem zwischenzeitlichen Absturz auf Platz zwölf nun wieder auf einem einstelligen Tabellenplatz. Aussagekräftig ist dies laut Neuzugang Nick Strohmaier jedoch nicht: „Der Abstiegskampf ist für uns gegenwärtig. Verlierst du mal zwei Spiele steckst du sofort wieder im Schlamassel.“ Spielerisch läuft es bei den Catanesi von Woche zu Woche besser, was unter anderem daran liegt, dass sich neben Strohmaier auch der zweite Neuzugang, Michele Latte, nahtlos in die Mannschaft eingefügt hat. „Dennoch gibt es vor allem im taktischen Bereich noch einiges zu verbessern“, meint der 20-jährige Innenverteidiger. Als nächste Hürde im Abstiegskampf wartet am Sonntag Landesligaabsteiger GSV Dürnau. Eine machbare Aufgabe? Wenn es nach Strohmaier geht schon: „Rufen wir konzentriert unsere Leistung ab, wüsste ich nicht, was gegen einen Sieg spricht.“

Alles andere als selbstbewusst präsentiert sich zurzeit die SGEH. Der Aufwind durch den Sieg gegen Harthausen hielt nicht lange. Die Mannschaft steht mit weiterhin drei Punkten Rückstand auf einem Abstiegsplatz. Gegen den elftplatzierten TSV Neckartailfingen müssen dringend Punkte her. Zumal mit dem FV 09 Nürtingen und dem Derby gegen die Catanesi in den nächsten Wochen schwere Aufgaben auf die Mannschaft von Neutrainer Pedro Pereira warten. So richtig erklären kann sich die Misere auf der Alb niemand. „Vie­le Spieler müssen schichten, andere sind angeschlagen, weshalb wir eine sehr unterschiedliche Trainingsbeteiligung haben“, meint Flügelflitzer Jarryd Schwarz. Am Sonntag wird Toptorjäger Antonino Singh aus beruflichen Gründen fehlen.

Vor einer schweren Aufgabe steht auch der 1. FC Heiningen. Der Tabellenvierte empfängt im Topspiel den Ligaprimus aus Geislingen. Im Duell zwischen dem VfB Reichenbach (10. Platz) und dem TV Unterboihingen (9.) hingegen werden wichtige Zähler im Abstiegskampf vergeben. Das abgeschlagene Tabellenschlusslicht TSV Harthausen fährt nach erst ei­nem Sieg bisher zum Auswärtsspiel nach Kuchen (7.), während der TSV Köngen (3.) gegen den TSV Grötzingen (13.) versucht, Anschluss an den zweiten Tabellenplatz zu halten. Wie der FV Neuhausen (12.) die 1:3-Niederlage beim AC Catania verkraftet hat, wird sich im Gastspiel in Nürtingen zeigen. Die Nürtinger rangieren mit noch einem ausstehenden Nachholspiel auf dem fünften Tabellenplatz.