Waiblingen. Erst drei der bisher neun Punkte hat der VfL in der Fremde ergattert. In Esslingen gelang am 19. Oktober der bisher einzige Auswärtssieg, es folgte ein Unentschieden in Schorndorf. Das war‘s. Auch die Niederlage gegen Hohenacker am Sonntag war verdient, auch wenn das Ergebnis am Ende zu deutlich ausfiel. Obwohl sich beide Mannschaften spielerisch ebenbürtig waren, machte sich der VfL das Leben zusätzlich schwer, indem die Mannschaft immer wieder mit Schiedsrichterentscheidungen haderte.
Bestimmt wurde das Spiel auf beiden Seiten durch viele Fehler im Aufbauspiel, was vor allem der SSV immer wieder zu Kontern nutzte. Als VfL-Coach Ralf Wagner beim 7:11 die erste Auszeit nahm, hatte Hohenacker erst zwei Tore aus dem geordneten Spiel heraus erzielt. Durch schnelleres Umschalten über die erste und zweite Welle kam der VfL zur Pause wieder auf 12:14 heran. Das Spiel war allerdings alles andere als schön anzusehen. Viele technische Fehler und ungewöhnlich viele Fehlwürfe auf beiden Seiten prägten das Spiel der ersten Hälfte. Beiden Mannschaften fehlte es an Ideen, was oft ein Zeitspiel zur Folge hatte.
Auch nach der Pause kam der VfL nicht richtig in Tritt. Eine Überzahl nutzte Hohenacker, um wieder mit vier Toren in Führung zu gehen. Im Angriff wollte beim VfL auch weiterhin kaum etwas gelingen. Egal mit welcher Aufstellung es Trainer Ralf Wagner versuchte, keiner seiner Spieler konnte im Angriff klare Zeichen setzen. Hinzu kamen Nachlässigkeiten im Defensivverhalten. Vor allem in der Querbewegung war die Kirchheimer Abwehr zu langsam. Der Gegner kam selbst durch die Mitte zu freien Würfen vom Kreis.
Der Vorsprung des SSV wuchs auf fünf Tore, doch die Gäste gaben sich nicht auf und kamen noch einmal auf 20:23 heran. Nach einer doppelten Unterzahl schien der VfL jedoch zu resignieren. Die letzten Minuten war der Rückraum der Kirchheimer noch um Ergebniskosmetik bemüht, doch Hohenacker nutzte die Fehlwürfe des Gegners zu vier Kontertoren in Folge und erspielte sich bis zum Spielende sogar noch einen Zehn-Tore-Vorsprung.
Damit überwintert der VfL mit 9:13-Punkten dicht an den Abstiegsrängen und muss nun ein Mittel finden, wie sich im neuen Jahr auch auswärts Punkte sammeln lassen.rh
VfL Kirchheim: Oßwald, Pisch – S. Smetak (2), Latzel (3), Schafhitzel, Keller (3), Richter (1), Rudolph (1), Lehmann (3), Real, J. Mikolaj (3/3), Späth, Schwarzbauer (3), Habermeier (4)
SSV Hohenacker: Langer – Lidle, Köhn (7), Schmitt (3), Kleinhans (9/6), Eiseler (4), Widholm (1), Haug (2), Erhardt, Schatel (2), Gauss (3), Rudolf, Lariti (2)
