Bissingen. Weil der frühmorgendliche Blick zum wolkenverhangenen Himmel Wetterprognosen zum puren Glücksspiel machte, scheuten manche Hobbyradfahrer den Start – und trudelten am Dachsbühl dann doch noch ein. „Es gab erfreulich viele Teilnehmer, die spontan auf die Strecke gingen“, sagte Martin Oelkrug vom TVB-Organisationsteam. Das Startfenster blieb fünf Stunden lang geöffnet – am Ende zählte der Veranstalter auf dem 1 514 Meter langen Dachsbühl-Kurs 198 Starts und (hochgerechnet) 170 Teilnehmer. Das sind gute Durchschnittswerte.
Sportlich gesehen gab der 47-jährige Ralf Böhm bei der 14. Meile erwartungsgemäß eine gute Figur ab. Der rennerprobte Masterklassenfahrer des TSV Weilheim brachte das Kunststück fertig, gleich in zwei Läufen mit einer passablen Zeit zu brillieren – beide Zeiten waren zum Erstaunen aller bis auf die Hundertstelsekunde identisch. Tagesbestzeit erzielte der Reichenbacher Dirck Wilke, der für die mittelschwere Alb-Meile rund 12 Sekunden weniger benötigte. Neue Streckenrekorde gab es in diesem Jahr nicht zu notieren. In sämtlichen Jahrgangsklassen blieben die alten Bestmarken unerreicht. Stürze blieben Fehlanzeige – Dr. Harald Fritz, eingeteilt für den ärztlichen Wachdienst, Radiologe und eingetragenes TVB-Mitglied, erlebte einen geruhsamen Tag. Auch Eugen Mayer kam wieder heil über die Piste. Der Weilheimer, in puncto Teilnahmezahl einer der absoluten Rekordhalter der Meile, bestritt seinen 13. Auftritt in Bissingen.
Mehr Aufmerksamkeit als Mayer erregte Mountainbike-Profi Manuel Fumic, der besonders beim weiblichen Radnachwuchs bestens ankam und fleißig Autogramme schreiben musste. Fumic, für Repräsentativzwecke am Dachsbühl verpflichtet, ließ es sich auch nicht nehmen, gut ein Dutzend interessierter Hobbyracer auch aus der lokalen Geschäftswelt auf eine dreiviertelstündige Alb-Ausfahrt mitzunehmen.
Fotos: Deniz Calagan
