Ludwigsburg. Die BBA Ludwigsburg mit dem Kirchheimer Stefan Ilzhöfer ist im Finale um die deutsche Meisterschaft in der Basketball-Jugend-Bundesliga (JBBL) mit 68:73 am Team Alba Urspring gescheitert. Für die 1 700 Zuschauer, Trainer Cäsar Kiersz und die zwölf Spieler der Basketball-Akademie war der Titel in der Ludwigsburger Rundsporthalle fast schon greifbar. Es waren noch sechseinhalb Minuten zu spielen, Ludwigsburg lag 63:53 in Führung, wirkte souverän. Die 15-Jährigen um die Nationalspieler Stefan Ilzhöfer, Robert Zinn und Tobias Heintzen schienen auf dem besten Weg, den großen Traum zu verwirklichen, der seit Sommer 2010 in den Köpfen spukt. Kiersz: „Bei solchen Turnieren ist es im Jugendbereich eher ein Nachteil, zu Hause zu spielen. Aber wir dachten, wir können es trotzdem schaffen.“
Doch plötzlich kam der Bruch im Spiel der Barockstädter, die Internatsschüler wurden dagegen immer selbstbewusster. Coach Reiner Braun (Weilheim), im Hauptberuf Landestrainer im Basketball-Verband Baden-Württemberg (BBW): „Vielleicht war es gut, dass wir so viele knappe Spiele in dieser Saison hatten.“ Die Urspringer jedenfalls, vor allem Aufbauspieler Zaire Thompson und Center Gavin Schilling, waren clever und drehten das Spiel. Als ausgerechnet Ilzhöfer 40 Sekunden vor Schluss bei einem Rückwärts-Korbleger das Pech hatte, dass der Ball auf dem Ring fast liegen blieb, dann aber aus dem Korb herausrollte, die Chance zum 70:70-Ausgleich war dahin. Auf der anderen Seite markierte Schilling, der überragende Akteur des Wochenendes, 21 Sekunden vor dem Ende das entscheidende 72:68. Riesenjubel beim Sieger, abgrundtiefe Enttäuschung beim Zweiten. Stefan Ilzhöfer fehlten nach Spielende die Worte.
„Wir waren mental nicht stark genug“, musste Coach Kiersz feststellen. Dabei hatten beim Gegner vier Spieler 40 Minuten auf dem Feld gestanden, bei Ludwigsburg absolvierte nur Ilzhöfer das volle Programm. Der kann dennoch zufrieden sein. U16-Bundestrainer Harald Stein: „Stefan hat sehr gut gespielt, er ist immer cool und konzentriert geblieben.“ut
