Lokalsport
Blaubeuren erlebt sein blaues Wunder: VfL gewinnt 5:1

Fußball-Landesliga Der VfL Kirchheim sorgt gegen den Tabellenfünften FC Blaubeuren mit einem 5:1 für weitere Punkte – doch auch die Konkurrenz legt teilweise im Abstiegskampf nach. Von Reimund Elbe 

Unbändiger Jubel in blau: Der VfL hat einen weiteren Erfolg im Kampf gegen den Abstieg gelandet. Foto: Markus Brändli

Was Landesligist VfL Kirchheim seit der Winterpause abliefert, wirkt angesichts der damaligen Ausgangslage fast schon surreal – 4:1 gegen den MTV Stuttgart, 1:1 beim Tabellenzweiten SV Waldhausen, 5:1 gegen den Liga-Fünften FC Blaubeuren. Jener Klub also, der von etlichen Expertinnen und Experten als nahezu sicherer Absteiger betrachtet wurde, hat somit allein aus den drei Partien im Jahr 2024 sieben Zähler einkassiert.

Erfolgserlebnisse, die allerdings extrem notwendig sind. Die Kirchheimer bleiben als Tabellenvorletzte in großer Not, auch wenn sich zumindest einmal die Bargauer seit Samstag nach der 1:3-Niederlage beim Donzdorfer JC in eine nahezu ausweglose Lage gebracht haben. Der FC verharrt bei acht Zählern, müsste damit in den restlichen elf Saisonpartien mindestens zehn Punkte und womöglich noch mehr als vier Plätze im Tableau gutmachen, um dem Abstieg zu entweichen.

Colic sorgt für Sonderapplaus

Den Kirchheimern ergeht es in dieser Hinsicht deutlich besser. Zwar wird vermutlich noch bis zum letzten Spieltag unklar bleiben, wie viele Landesligisten es in Sachen Bezirksliga-Rückkehr betrifft, doch der VfL hat Anschluss gefunden zu einer Gruppe von fünf Mannschaften, die sich im Bereich von Tabellenplatz zehn bis 14 tummeln. Kirchheims kickender Trainer Tobias Heim widmet dem Tabellenstudium nach eigenem Bekunden nach wie vor nur wenig Aufmerksamkeit. „Viel wichtiger ist es, dass wir, wie jetzt gegen den FC Blaubeuren, unsere Aufgaben auf dem Platz konsequent erledigen“, kommentierte der Routinier die derzeitige Gemengelage nach dem sonntäglichen Match. Über die Vorstellung seines Teams gegen den einstigen Relegationskonkurrenten vom Blautopf zeigte sich Heim überglücklich. Meksud Colic war als Dreifachtorschütze einer der Erfolgsgaranten vor rund 150 Zuschauerinnen und Zuschauern am Kunstrasen an der Jesinger Allee.

Die ganze Mannschaft habe alles gegeben, Colic mit seiner Wucht und Cleverness vor dem gegnerischen Tor das I-Tüpfelchen gesetzt. Ein optischer Leckerbissen dabei der Treffer zum 2:0, als der Kirchheimer Rückkehrer nach einer Torwartparade den nahenden Ball an der Strafraumgrenze per Volleyschuss unter die Latte zementierte.

Präzise in den Vorwärtsgang

Heim war nicht nur ob des überraschenden Resultats bester Laune, sondern auch über die Art und Weise des Auftretens der Mannschaft. Aus einer kompakten Grundordnung heraus sei es gelungen, immer wieder schnell und präzise in den Vorwärtsgang zu wechseln und so den Gegner vor Probleme zu stellen.  

Wie wichtig sich der jüngste Kirchheimer Triumpf darstellt, zeigen Resultate der Mitstreiter. Der SV Neresheim remisierte gegen den Liga-Zweiten Waldhausen, brachte allerdings eine 2:0-Führung nicht ins Ziel. Der TSGV Waldstetten und die SSG Ulm packten mit klaren Heimsiegen wie die Kirchheimer drei Zähler auf die Gesamtpunktezahl in dieser Runde drauf.

Die nächsten Jobs werden nicht minder wichtig für den VfL Kirchheim. Dem Trip zum vermeintlich schon abgeschlagenen FC Germania Bargau folgt am Ostersamstag die Heimpartie gegen den FC Srbija Ulm, der aktuell mit fünf Punkten mehr gegenüber den Teckstädtern Tabellenplatz elf belegt. Weitere Optionen, um für erstaunte Blicke in der Szene zu sorgen.