Kirchheim. Es war eine äußerst enge Partie, die die Zuschauer zu sehen bekamen. Angeführt von Ahmad Smith, dem letztjährigen Kirchheimer und neuen Aufbauspieler der Rockets Gotha, konnten sich die physisch deutlich überlegenen Gäste gegen die schnell spielenden Kirchheimer letztlich knapp durchsetzen. Die Knights zeichneten sich durch ein äußerst ansehnliches Mannschaftsspiel aus, und gleich sechs Kirchheimer punkteten zweistellig. Am effektivsten versenkte Kapitän Radi Tomasevic den Ball. 19 Punkte standen am Ende auf seinem Konto. Doch einmal mehr hatten die Ritter Schwierigkeiten in der Verteidigung. Wieder mussten sie mehr als 90 gegnerische Punkte hinnehmen. Gothas Torvoris Baker, der mit 25 Punkten seine bislang beste Saisonleistung abrief und Topscorer des Spiels wurde, setzte zu Beginn des vierten Viertels den Startschuss zum letztlich entscheidenden Lauf der Gothaer.
Anfangs kamen die Ritter gut ins Spiel, und besonders Cedric Brooks war anzumerken, dass er die schlechte Leistung von Cuxhaven widerlegen wollte. Doch die Gothaer hielten dagegen und erhöhten nach einigen Minuten den Druck. Schnell gingen die Gäste in Führung und verteidigten diese bis ins zweite Viertel. Coach Ignjatovic stellte nun seine Verteidigung um und dies schien Früchte zu tragen. Einige schön herausgespielte Körbe, darunter ein Alley-Oop-Dunking von Brooks, brachten das Kirchheimer Publikum in Stimmung. Beim Stand von 48:45 ging es in die Kabinen.
Gotha erwischte den besseren Start in Halbzeit zwei. Besonders Ahmad Smith schien seine Anfangsnervosität abgelegt zu haben und leitete wie gewohnt das Gothaer Spiel. Immer wieder spielten die Gäste ihren groß gewachsenen Point-Guard unter dem Korb an, der Punkt um Punkt die Führung erhöhte. Zu guter Letzt standen 18 Punkte auf seinem Konto. Die Kirchheimer mussten derweil oft unter den Körben doppeln, doch die Gäste nutzten ihre Freiräume aus und spielten nun häufig ihre Schützen frei. Vor allem Baker traf nun aus jeder Lage. Gothas Führung erhöhte sich knapp fünf Minuten vor Schluss auf 14 Punkte. Radi Tomasevic per Drei-Punkt-Wurf und Cooper Land mit einigen schönen Aktionen brachten die Ritter wieder ins Spiel. Doch die Zeit arbeitete jetzt gegen den Gastgeber.
Als die Partie schon entschieden schien, erhielt Ahmad Smith ein technisches Foul. Die Kirchheimer schöpften wieder Hoffnung, doch leichte Ballverluste besiegelten schließlich die Niederlage. „Wir haben heute über weite Strecken gut gespielt, aber in der entscheidenden Phase die Würfe nicht getroffen. Dies und ein paar Fehler weniger und das Spiel wird sehr eng. Aber es hat heute nicht sollen sein“, so ein enttäuschter Trainer Ignjatovic nach Spielschluss. Für Gäste-Trainer Simic war die physische Überlegenheit und der sehr breit aufgestellte Kader der Gothaer Truppe der Schlüssel zum Sieg. „Wir konnten aus dem Vollen schöpfen und hatten in der tiefen Bank unseren entscheidenden Vorteil.“ so der 25-jährige Simic.
Für die Knights bleibt dennoch keine Zeit, Trübsal zu blasen. Bereits am kommenden Freitag (20 Uhr) trifft die Rittertruppe in der Sporthalle Stadtmitte auf Science City Jena. Für Ignjatovic ist nach der Heimpleite klar, dass eine schwere Saison bevorsteht. „Ich hoffe, dass wir uns bis zur Winterpause von den Abstiegsrängen distanziert haben. Sollte die Möglichkeit auf die Playoffs bestehen, werden wir alles dafür tun, diese zu erreichen.“ Für dieses Ziel werden die Teckstädter weiterhin die volle Unterstützung ihrer Fans benötigen. Tickets für die Partei gibt es im Knights-Büro oder über die Homepage der Knights (www.kirchheim-knights.de)
