„One, two, three, Knights“: Kaum hat Lucas Mayer seine Teamkollegen mit diesem Kommando aus dem Stehkreis entlassen, fliegen in der Sporthalle Stadtmitte die Bälle durch die Reuse – seit vergangenem Montag vergießen Kirchheims Profibasketballer wieder Trainingsschweiß. Und das nicht zu knapp: Zwei Mal am Tag bittet Head Coach Igor Perovic gemeinsam mit seinem Assistant Coach Brian Wenzel zu zweistündigen Übungseinheiten in die Jahnstraße. „Am Donnerstagabend haben wir allerdings pausiert, weil die Jungs platt waren“, berichtet Perovic, dem es bis zum ersten Zweitligaspiel in fünf Wochen gelingen muss, wie bereits in den vergangenen Jahren aus einer bunt zusammengewürfelten Truppe eine schlagkräftige Einheit zu bilden. „Ich bin zufrieden mit dem, was ich sehe“, schildert der 51-jährige Serbe seine Eindrücke der ersten Trainingseinheiten. „Die neuen Spieler aus Übersee sind gut, ich halte sie für sehr gute Rookies.“
Gemeint sind damit Phillipp Russell (23/Point Guard), Tylan Pope (24/Small Forward), Tyrel Morgan (24/Guard) und Nick Spinoso (22/Center), die nach Stationen an diversen US-Colleges zum ersten Mal in Europa aufschlagen und sich ebenso wie Aenas Jung (ausgebildet in Ludwigsburg) und Lukas Zerner (Dresden) erstmal akklimatisieren müssen. „Umso wichtiger sind die Jungs, die unser Spielsystem bereits kennen“, verweist Perovic auf die etablierten Ritter Lucas Mayer, Gian Aydinoglu, Nil Failenschmid, Neil Schwanenberg und Alexander Stief.
Zwei Ritter aus der elfköpfigen Tafelrunde waren in den ersten Trainingseinheiten nicht dabei: Aenas Jung steht im Aufgebot seines Heimatlands Zypern bei der kommende Woche beginnenden Europameisterschaft. Lukas Zerner laboriert noch an den Folgen einer Schambeinentzündung. „Wie lange er noch ausfällt, kann niemand sagen“, zuckt Igor Perovic mit den Achseln.
Ebenso schwer einzuschätzen ist die Konkurrenz, mit der es die Knights diese Saison zu tun haben werden. „Fast alle Vereine haben neue Spieler verpflichtet, überall müssen sich die Teams noch finden“, sagt Perovic, der unabhängig davon die Klubs aus Crailsheim, Göttingen und Hagen auf dem Favoritenzettel ganz oben stehen hat – dazu noch jener Gegner, mit dem die Kirchheimer gleich im ersten Saisonspiel die Kräfte messen: Die Gießen 46ers um Perovics guten Freund und Ex-Knights-Trainer Fenki Ignjatovic gastieren am 27. September in der EWS-Arena in Göppingen. „Obwohl Kirchheim unser Home Court ist, ist es immer sehr schön, in einer so großartigen Umgebung wie in Göppingen zu spielen“, schwärmt Perovic.
Bis zum Saisonstart absolvieren die Knights insgesamt fünf Testspiele, zwei davon in der heimischen Sporthalle Stadtmitte gegen Pro-B-Ligist Leitershofen (2. September) und Ligakonkurrent Karlsruhe (10. September), beide jeweils öffentlich mit Beginn um 19 Uhr.
Tickets für die Spiele der Knights gibt es unter der Adresse www.kirchheim-knights.de

